Jugendfeuerwehr Jülich

Kultur und Städtebummel

Tag 3 – 21.07.2016

Der heutige Tag begann eher ungemütlich. Gegen 6:20 Uhr erreichte uns eine Gewitterfront mit Starkregen, welcher bis ca. 10 Uhr anhielt. Zum Frühstück wurden neben Brötchen, Cornflakes und Brot auch hartgekochte Eier und Gurken gereicht. Nachdem Spül- und Toilettendienst eingeteilt und erledigt waren, wurden zur Überbrückung und vor allem Wetterbedingt ein  paar Spiele im Aufenthaltszelt gespielt. Besonders „abenteuerlich“ waren die Antworten beim selbstgemachten Jugendfeuerwehr Jülich – Tabu und Galgenmännchen. Auch die von Timo bestellten Kochlöffel wurden als DHL-PRIO-Paket direkt zum Zeltplatz geliefert. Die Mückenplage wurde ebenfalls immer schlimmer. Alleine an Tim’s Beinen wurden !!65!! Mückenstiche gezählt.Gegen 12:30 Uhr wanderten wir am Main-Donau-Kanal entlang nach Forchheim. Nachdem wir nach ca. 40 Minuten unser Ziel erreichten, wurden kleinere Gruppen gebildet und durch die Stadt gebummelt. Während die Jugendwarte es eher gemütlich angehen ließen und ein Eis verspeisten, mutierten die meisten Kinder zu „Power-Shoppern“. Besonders die weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder verfielen in eine Art Kaufrausch. Um 15 Uhr trafen wir uns am festgelegten Treffpunkt, an dem wir bereits von zwei netten Damen erwartet wurden, die uns in den nächsten 2 Stunden die Geschichte der Stadt Forchheim in einer Unterweltführung näher brachten. Desweiteren wurde die Jugendfeuerwehr in zwei Gruppen eingeteilt ehe es los gehen konnte. Besonders die Gruppe um Tim war von ihrer 68-jährigen Fremdenführerin begeistert, welche so manch einem beim Treppensteigen kalt aussehen ließ. Die Kids tauften unsere rüstige Dame ganz liebevoll auf „Super-Omi“. Neben vielen interessanten Daten und Fakten begann das Highlight der Führung, welches daraus bestand die Katakomben der alten Stadtmauer zu besichtigen. Dabei gingen wir einen 400 Meter lange  Tunnel entlang und konnten uns wie die früher in der Stadtmauer stationierten Soldaten fühlen. Jedoch herrschte in beiden Gruppen eine Art „Spinnenpanik“. Während die einen beim erblicken der Spinnen panisch gegen den Hintermann liefen, flossen bei anderen Kids die Tränen. Die Tränen trockneten und die Panik verschwanden jedoch wieder sehr zügig. Zum Ende der Führung durften wir mit Hilfe eines in Originalgröße angefertigten Hilfsmittels zum Transport von Steinen selbst Hand anlegen. Die Führerin verglich das Gebilde mit einem Hamsterrad, da jeweils zwei Personen wie Hamster in einem großen Rad nach vorne (um den Stein zu heben) und nach hinten (um den Stein zu senken) laufen mussten. Damit war die oft gestellte Frage, wie die Stadtmauer im 16. Jahrhundert ohne schweres Gerät erbaut wurde beantwortet. Die Führung neigte sich dem Ende zu und wir bedankten uns bei unseren wirklich super tollen Fremdenführerinnen für diesen lehrreichen und interessanten Nachmittag. Die Kids konnten sich nun aussuchen, ob sie in Forchheim bleiben und die Stadt weiter unsicher machen, oder die Heimreise antreten wollten. Der Großteil verweilte in der Stadt, während die erste Kochgruppe zum Zeltplatz aufbrach um das abendliche Essen vorzubereiten. Wie in den vorherigen Jahren wird auch dieses Jahr ein Lagerdinner durchgeführt. Dabei werden Gruppen gebildet, die gegeneinander kochen und so möglichst viele Punkte von der Konkurrenz ergattern. Der Startschuss viel mit Tomatensuppe als Vorspeise, Nürnberger Rostbratwürstchen mit Kartoffeln und Rotkohl zum Hauptgang sowie Mascarpone mit Früchten zum Nachtisch. Den Kids und Betreuern schien es zu schmecken, da knapp 10 Kilo Kartoffeln und über 80 Würstchen gegessen wurden. Der angebrochene Abend wurde am Lagerfeuer verbracht, ehe es gegen 24 Uhr wieder in die Kojen ging. Die Betreuer ließen den Tag bei einer Betreuerrunde gemütlich ausklingen.

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