Jugendfeuerwehr Jülich

Salzbergwerk, Stadtbummel & Not-Op

Das von uns mehr oder weniger geliebte Aufwecklied erklang heute Morgen bereits um 07:30 Uhr, sehr ungewohnt früh für uns. Aber heute sollte es für uns nach Berchtesgaden gehen. Frühstück gab es dann um 08:15 Uhr, wie gewohnt mit Brötchen und Rührei, allerdings mussten die Brötchen reduziert werden, da sich einige Kinder Überschätzt haben. Nach dem Frühstück wurden dann zügig alle Dienste erledigt, damit wir uns pünktlich um 10:15 Uhr im Aufenthaltszelt treffen konnten. Das hat auch fast Funktioniert, um 10:18 Uhr waren dann alle 40 Kinder da. Pro Minute die wir zu spät waren wurde unsere Nachtruhe um 30 Minuten nach vorne verlegt. Nachdem das alles geklärt wurde haben wir uns mit den MTFs Richtung Berchtesgaden aufgemacht. Zuerst sind wir in das über 500 Jahre alte Salzbergwerk Bad Reichenhall gefahren. Bevor die Tour losgehen konnte wurden wir erstmal mit Overalls ausgestattet. Dann ging es mit einer kleinen Bahn ca. 110 Meter untertage. Im Bergwerk wurde uns dann erklärt, wie das Salz gewonnen wird und wie sich die Maschinen über die Jahrhunderte weiterentwickelt haben. Eins der Highlights waren die Rutschen, mit denen man in die nächste Sohle rutschen konnte. Nach dem Besuch im Salzbergwerk haben wir uns zu Fuß in Richtung Stadt aufgemacht, wo wir zwei Stunden Zeit hatten um in kleinen Gruppen durch die Stadt zu bummeln. Gegen 16:00 Uhr wurden wir von den Autos wieder eingesammelt und es ging wieder zurück zum Zeltplatz. Am Zeltplatz angekommen machte sich Gruppe Lila direkt ans Kochen, während die anderen die Zeit zum Spielen, ausruhen oder Duschen nutzen. Gegen 19:30 Uhr wurden uns dann leckere Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Spinat serviert. Nach dem Essen widmeten wir uns wieder unseren Diensten und um 22:00 ging es auch schon Richtung Bett.

Eure Gruppe Blau

Edit von Trin:

Ja ich weiß, eigentlich schreiben die Kids das Tagebuch. Aber es gibt schonmal Situationen, die berichtenswert sind und von den lieben kleinen vergessen werden.

Heute ist das offizielle Gründungsdatum der IG Schlepp-Bräter. Ihr fragt euch sicherlich, was es damit auf sich hat… Aufgrund von zu hoher Arbeitsbelastung unter den Betreuern hat sich die IG Schlepp-Bräter gegründet. Ihre Hauptinteressen bestehen aus gesetzlich verpflichtenden Pausen und Ruhezeiten, um übermäßiger Belastung entgegenzuwirken. Die Namensfindung war ganz einfach, berichtete der erste Vorsitzende Alois: „Mer han zesamme ne Bräter geschleppt. För ene wör der ze schwer.“ Eine Satzung, sowie ein Logo haben die Jungs auch bereits. Derzeit sind sie auf Mitgliedersuche, wobei die Kriterien sich mir nicht ganz erschließen. Die Mitgliedschaft soll wohl nur durch Bezahlung möglich sein, wobei Erwachsene einen Geldbetrag und Jugendliche einen Kinderriegel bezahlen sollen. Irgendwie undurchsichtig, findet ihr nicht? Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und euch berichten! Denn eins ist gewiss, die Pressefreiheit bleibt. 😉

Am späten Abend wurde eine Notoperation durch die Betreuer durchgeführt. Bei Ninja Jan (wir erinnern uns an die letzte Feienfahrt) hat sich ein Draht der Zahnspange gelöst. Nach vielen Lachern und Rücksprache mit den weniger besorgten Eltern wurde uns die OP-Erlaubnis erteilt. Hochprofessionell fand die OP in unserer Lagerküche statt. Es dauerte nur wenige Minuten, wir konnten den Draht ohne Einsatz von Hilfsmitteln entfernen. Für seine Mitbewohner im Zelt war diese Situation ebenfalls aufregend. Beim Gaffer-Versuch ereignete sich ein Unfall, der den Einsatz eines Kühlakku, sowie Schmerzsalbe erforderte. Dazu bleibt mir nur zu sagen: Karma regelt. 😊

Die ein oder anderen Eltern haben es gestern mitbekommen. Bisher haben wir es leider noch nicht ganz in den Griff bekommen, dass die Toiletten immer benutzbar sind, der Müll in den Mülleimer und Bändchen um die Wasserflaschen gehören. Nach diesbezüglichen Ansprachen durch die Betreuer wurden Schuldzuweisungen laut und einige Kids gerieten in die Schussbahn. Übrigens eins meiner Lieblingsthemen… Wenn man die alteingesessenen JF-Kids fragt, dann kommt das wie aus der Pistole geschossen. Ausgiebig haben wir dieses Thema besprochen und die Kids haben einen Tag mit Gruppendynamik und Teambuilding gewonnen. Kurz nach unserem Meeting war die Stimmung schon entspannter, es wurde sich untereinander entschuldigt. Ich werde berichten.

Ganz viele Grüße Trin

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