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Tagebuch Ferienfahrt Abtsdorfer See 2014 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Spohr   
Dienstag, den 15. Juli 2014 um 22:43 Uhr

 

Auch 2014 hieß es wieder einmal: „Jugendfeuerwehr Jülich op Jück“. Ziel unserer diesjährigen Ferienfahrt war der Abtsdorfersee im Berchtesgadener Land. Auf dem dortigen Jugendzeltplatz blieben wir von Sonntag, 13.07. bis Samstag, 26.07.2014. Direkt am See gelegen und mit eigenem Sport- und Volleyballplatz sowie Sanitärgebäude und Küche bot er ideale Bedingungen für unser Lagerleben.

 

 

Vorbereitungen:

 

Bevor es losgehen konnte, standen wie immer die Vorbereitungen auf dem Plan. Dies bedeutete für die Jugendwarte: Material laden, Gepäck einsammeln und Fahrzeuge kontrollieren. Bei der diesjährigen Vorbereitung schlug auch wieder das Welldorf-Syndrom zu: Dieses Mal erwischte es Timo, der beim Rückwärtsfahren des Gerätewagen Logistik Feindkontakt mit unserem Zeltanhänger hatte. Nachdem das gesamte Gepäck verladen war, hieß es für die Hälfte der Betreuer „Ab ins Bett“. Bereits am Samstagmorgen um 5 Uhr machten sich 6 Betreuer mit Gerätewagen, 2 Anhänger und einem Leihwagen auf den Weg nach Bayern. Mit einem Tag Vorsprung war geplant, dass sie vor Ort bereits die Zelte aufbauen und somit die Anreise erleichtern sollten. Außerdem fuhren noch Marina und Bernd mit, die den Gerätewagen am Sonntagmorgen zurück nach Jülich brachten. Die Anreise des Vorab-Teams gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet. Stau und Vollsperrung auf der Autobahn kostete viel Zeit. Auch war der Zeltplatz so belegt, dass nur eine kleine Ecke zum Übernachten blieb und das Schlafzelt deshalb mehrmals auf- und wieder abgebaut werden musste.

 

Tag 1: Sonntag, 13.07.2014 – Die Anreise

 

Bereits um 5 Uhr in der Früh wurde es dann auch für die restlichen Betreuer und alle Kids ernst. Mit allen 5 MTFs der Feuerwehr Jülich machte man sich auf den Weg zum 760 km entfernten Abtsdorfdersee. Bei Dauerregen war zunächst wenig Motivation für Pausen, so dass es zügig vorwärts ging. Nach einer notwendigen Pinkelpause waren dann doch alle klitschnass, so dass in den meisten Fahrzeugen die Heizung aufgedreht wurde. Dass ein Schokoriegel an der Frontscheibe bei aufgedrehter Heizung keine gute Idee ist, war die erste Lektion des Tages. Während die Anreise dann ab Nürnberg auch endlich regenfrei verlief, hatten die Jugendwarte der Vorabtour so ihre eigenen Probleme. Der Zeltplatz war vom Dauerregen der letzten Nacht überflutet und die Gruppe, die noch den Zeltplatz belegte, hatte auch keine Eile beim Abbau. So musste die Jugendfeuerwehr auf ihrer Anreise noch zwei ausgedehnte Pausen einlegen, damit man nicht zu früh am Zeltplatz aufkreuzte während dort noch nichts vorbereitet war. Auf den letzten Metern durch Berchtesgadener Land verpasste Chris an einer Kreuzung dann auch noch die Abfahrt. Schließlich erreichten wir doch gegen 16 Uhr den Zeltplatz, wo mittlerweile auch fast alle Zelte standen. Mit vereinten Jugendwart-Kräften wurden die letzten Handgriffe getätigt. Dann konnten auch schon die Zelte bezogen werden. Es folgte die übliche Ansprache an die Teilnehmer und auch ein Geburtstagsständchen an unser Geburtstagskind Sina. Schließlich wurde der Grill angeworfen. Pünktlich um 21 Uhr versammelten sich dann alle vor der großen Leinwand um das WM-Finale zu gucken. Trotz Verlängerung wurde bis zum Schluss mitgefiebert. Und beim entscheidenden Siegtreffer kannte die gesamte Jugendfeuerwehr kein Halten mehr. Gemeinsam feierten wir den 4. WM Titel unserer Nationalmannschaft, ehe es gegen halb 1 endlich ins Bett ging.

 

Tag 2: Montag, 14.07.2014 – Ab zum See

 

Der erste komplette Tag auf dem Zeltplatz begann wie immer nach einem üblichen Muster: Nach dem Ausschlafen und einem gemeinsamen Frühstück musste eingekauft werden, um die Vorräte der Jugendfeuerwehr für die nächsten Tage aufzustocken. Währenddessen wurden Teams gebildet, die wie in den letzten Jahren auch wieder ein Lagerdinner im Rahmen der Ferienfahrt vorbereiten sollen. Die Kids nutzen den Vormittag mit Spielen auf dem Platz. Eine kleine Gruppe machte sich in Begleitung eines Jugendwartes auch auf den Weg, ein Cach beim Geocaching zu finden. Nach dem Mittag ging es dann endlich zum See, da Temperaturen von über 25 Grad nach Abkühlung verlangte. Als einer der wärmsten Seen Deutschlands war die Wassertemperatur auch erwartungsgemäß hoch. Spannung bot zusätzlich eine Seilschaukel, mit der man sich mit Schwung ins Wasser katapultieren konnte. Nachdem fast alle nass waren, versammelten sich alle auf der Wiese vor dem See. Dort wurde das erste Spiel von „Schlag den Stadtjugendfeuerwehrwart“ gestartet. Beim Boccia-Spiel musste Tim gegen Jonathan antreten und konnte knapp mit 4 zu 2 gewinnen und ging 1:0 in Führung. Zurück auf dem Zeltplatz wurde für das gestrige Geburtstagskind Sina eine Erdbeertorte hergestellt. Die selbstgemachte Zuckerglasur erwies sich allerdings als steinhart. Trotzdem schmeckte es sehr lecker. Zum Abendessen wurde dann Geschnetzeltes mit Nudeln sowie Eisbergsalat serviert. Als Nachtisch gab es Pudding und Joghurt. Der Abend endete schließlich am Lagerfeuer. Nur einige wenige waren noch vom Ehrgeiz gepackt und testen die neuste Errungenschaft der JF Jülich aus: Eine Slackline. Die Versuche, darauf das Gleichgewicht zu halten, sorgten allerdings für allgemeine Erheiterung. Schließlich war um 23 Uhr Nachtruhe, was auch tadellos funktionierte.

 

Tag 3:Dienstag, 15.07.2014 – Ausflug nach Salzburg

 

In der zweiten Nachthälfte gab es zunächst einen heftigen Regenschauer. Pünktlich zum musikalischen Wecken um 8 Uhr schien allerdings wieder die Sonne. Einen Schaden hatte der Regen allerdings doch verursacht: Unsere Wäschespinne war durch den aufgeweichten Boden umgekippt und lehnte sich nun elegant ans nächste Zelt an. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es dann am Vormittag ins Nachbarland Österreich, genauer gesagt nach Salzburg. Dort machten wir einen gemeinsamen Stadtbummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Während die Kids in Gruppen durch die Stadt liefen und auch ordnungsgemäß zusammen blieben, schafften die Jugendwarte genau dies nicht. Irgendwann stellte man fest, dass Katrin fehlte. Nach kurzer Suche konnten wir sie aber wieder finden. Der Tag wurde mit Bummeln, Sightseeing und einer gemütlichen Kaffeepause an der Salzach rum gebracht. Gegen 15 Uhr ging es dann zurück zum Zeltplatz. Zumindest lautete so der Plan. Fehlende Navigationsmöglichkeiten im Ausland führten uns allerdings zunächst einmal 10 km in die falsche Richtung, ehe wir bemerkten, dass wir möglicherweise nicht ganz richtig unterwegs sind. Also drehen und zurück auf den rechten Weg nach Deutschland. Am Zeltplatz angekommen hieß es dann „Abkühlung“. Bei rund 28 Grad und strahlendem Sonnenschein nahmen viele Kids und Betreuer die Möglichkeit wahr, erneut im Abtsdorfersee schwimmen zu gehen. Währenddessen wurde in der Küche das Abendessen vorbereitet. Von Vortag war noch genügend Essen übrig. Dazu wurden Grillwürtse angebraten und mit selbstgemachter Currysoße vermischt. Diese Currywurst fand dann beim Abendessen reißenden Absatz. Nach dem Essen und dem anschließenden Spülen versammelten sich alle Kids und Jugendwarte im Aufenthaltszelt. Es wurden die nächsten beiden Runden „Schlag den Stadtjugendfeuerwehrwart“ gespielt. Beim Spielen „Merken“ konnte Tim gegen Joshua und beim „Würfeln“ gegen Sina jeweils gewinnen, so dass er nun nach 3 Spielen mit 6:0 führt. Der Abend endete schließlich wie tags zuvor gemütlich am Lagerfeuer. Erneut wurde für 23 Uhr Nachtruhe befohlen. Dies funktionierte diesmal allerdings nicht überall problemlos. Da in einem Jungenzelt einfach keine Ruhe einkehren wollte, musste erst eine lautstarke Standpauke herhalten, um die notwendige Ruhe auf dem Zeltplatz zu schaffen.

 

Tag 4: Mittwoch, 16.07.2014 – Die Sommerrodelbahn

 

Tag 4 begann erneut mit musikalischem Wecken. Schon früh am Morgen schien der Stern mit voller Pracht vom Himmel, so dass unser geplanter Ausflug für diesen Tag vielversprechend werden sollte. Bevor wir allerdings mit Frühstück beginnen konnten, gab es erstmal eine weitere Standpauke. Die Unruhe der letzten Nacht und auch an diesem Morgen sorgten bei den Betreuern nicht für glückliche Gesichter. Nach der Standpauke folgte noch eine Zeltkontrolle. Alle Kids mussten zunächst ihre Schlafplätze (die meisten sahen aus wie nach einem Bombenangriff) in Ordnung bringen. Erst dann gab es das ersehnte Frühstück. Es folgte das übliche Spülen und die Reinigung der Toiletten. Außerdem bereitete die erste Gruppe des Lagerdinner-Duells bereits ihren Nachtisch für diesen Abend vor. Danach konnte es dann endlich los gehen. Gegen 11 Uhr ging es erneut nach Österreich. Über Salzburg hinaus fuhren wir zum 1.330 m hohen Zinkenkopf. Auf dem Hinweg wurden wir allerdings vom Navigationsgerät geärgert, das spontan mal gerne die Route änderte und ungenaue Ansagen machte. Am Zinkenkopf erwartete uns eine 2,2 km lange Sommerrodelbahn, die den Berg hinab führte. Hoch ging es vorher allerdings mit dem Sessellift, was allein rund 20 Minuten in Anspruch nahm. Mit rasender Geschwindigkeit ging es dann durch den Wald auf den Schlitten der Rodelbahn zurück zur Talstation des Sessellifts. Nachdem alle Kids mehrere Runden gedreht hatten, gab es für die meisten noch eine Stärkung in Form von Kuchen. Am späten Nachmittag ging es dann zurück zum Zeltplatz. Dass man im Feierabendverkehr nicht durch eine Großstadt fahren sollte, merkten wir allerdings zu spät, als wir bereits mitten in Salzburg feststeckten. Zur Abkühlung ging es am Zeltplatz dann erneut zum See, während die Betreuer fürs erste Lagerdinner die letzten Einkäufe erledigten. Es gab an diesem Abend Tortellini in Carbonarasoße und als Nachtisch Vanillepudding mit Schokoraspeln. Nur für Geburtstagskind Stefan gab es ein spezielles Essen. Chefkoch Tim hatte ihm ein Steak mit Zwiebeln und Pilzen gebraten. Schließlich endete der Abend erneut am Lagerfeuer. Dort wurde dann auch endlich Stockbrot gemacht. Für die jüngeren Kids war um 23 Uhr bereits Nachtruhe, was nach den beiden Standpauken dann auch wieder besser funktionierte. Die etwas Älteren durften dann noch bis kurz vor Mitternacht wach bleiben, ehe auch sie ins Bett mussten.

 

Tag 5: Donnerstag, 17.07.2014 – Hitzeschlacht auf dem Zeltplatz

 

Am fünften Tag konnten wir endlich noch mal etwas länger schlafen, bevor die Melodie der Musikanlage den Weckruf erschallen ließ. Daran konnte auch ein kurzes Gewitter nichts ändern. Nachdem alle aus dem Zelten gekrochen waren, konnte auch schon das üppige Frühstück beginnen. Als Bonus gab es an diesem Morgen Spiegelei und gebratenen Speck. Da wir die letzten Tage immer unterwegs waren, wurde für heute ein Entspannungstag auf dem Zeltplatz angesetzt. So entspannend sollte es dann allerdings doch nicht werden, denn nach dem Spül- und Sanitärdienst hatten die Jugendsprecher Aufgaben und Spiele für alle ausgedacht. Es sollte eine Lagerfahne entworfen werden, welche die Erlebnisse der Ferienfahrt darstellt. Außerdem wurde ein kleines Turnier Wikingerschach gespielt und Gruppen-Aufgaben für die nächste Woche verteilt. Ein Spiel Wikingerschach stellte alle anwesenden aber auf eine harte Probe. Es standen auf beiden Seiten nur noch ein Klotz, die auch nach gefühlten 20 Durchgängen einfach nicht zu Fall zu bringen waren Zur Stärkung gab es zwischendurch noch ein Eis, was Stefan auf seinen Geburtstag vom Vortag ausgegeben hat. Nachdem das Turnier erledigt und die Lagerfahne erstellt war, hieß es erneut: Ab zum See. Bei 30 Grad war die Abkühlung an diesem Nachmittag mehr als notwendig. Da am Freitagmorgen frühes aufstehen geplant war, wurde auch das Abendessen früh angesetzt. Die nächste Gruppe des perfekten Lagerdinners servierten uns an diesem Abend Gulasch mit Knödeln und Rotkohl. Als Nachtisch gab es dazu Tiramisu. Nach dem notwendigen Spülen wurde dann in der kühleren Abenddämmerung das nächste Duell „Schlag den Stadtjugendfeuerwehrwart“ angesetzt. Es galt in einem 1 zu 1 Duell Tim beim Völkerball zu schlagen. Allerdings durften die Jugendlichen mit 3 Leuten abwechselnd antreten. Roman, Louis und Tobias gaben ihr Bestes, scheiterten aber am Ende doch deutlich mit 20 : 8 gegen Tim, der allerdings mächtig aus der Puste kam. Schließlich war kurz vor 22 Uhr Nachtruhe befohlen. Frühes ins Bett gehen funktionierte erwartungsgemäß nicht. Da zu viel Lärm in den Zelten herrschte, durften  Kai, Leon und Jonathan bei den Jugendwarten übernachten. Außerdem wurden diverse Handy einkassiert. Als Höhepunkt der Maßnahmen übernachtete Tim schließlich sogar in einem Zelt der Kids, um die notwendige Nachtruhe zu erzwingen. Schließlich war gegen 23 Uhr endlich Ruhe auf dem Platz.

 

Tag 6: Freitag, 18.07.2014 – Rafting Tour

 

Wie angekündigt hieß es heute früh aufstehen. Bereits um 6 Uhr war wecken. Es galt zu frühstücken und anschließend aufzuräumen und zu spülen. Bereits um 8 Uhr saßen wir dann alle auf den Fahrzeugen und machten uns auf den Weg nach Berchtesgaden. Dort erwartete uns an diesem Vormittag ein besonderes Highlight unserer Ferienfahrt: eine Rafting-Tour auf der Berchtesgadener Ache. Bevor es allerdings los gehen konnte mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst gab es eine Sicherheitseinweisung. Dann folgte die Ausstattung aller Teilnehmer mit Neoprenanzügen, da das Gebirgswasser des Flusses mal gerade 10 Grad aufwies. Danach folgte noch die Ausstattung mit Helm und Schwimmweste. Nun konnte es auch schon los gehen und wir fuhren mit Fahrzeugen des Veranstalters und den Booten auf Anhängern zum Startpunkt etwas außerhalb von Berchtesgaden. Vor dem Start ins Paddelvergnügen stand allerdings ein kleiner Härtetest auf dem Programm. In einem kleinen Seitenarm des Flusses mussten alle ins Wasser springen und sich einerseits an die Temperaturen des Wassers im Neoprenanzug gewöhnen und andererseits die richtige Haltung zu üben, falls mal jemand ins Wasser fallen sollte. Schon im Vorfeld wurde angekündigt, dass unnötiger „Ballast“ über Bord gehen wird. Wer nicht mit paddelte wurde also automatisch zu „Ballast“. Nach einer kurzen Kommandoweisung durch die Guides konnte es dann auch schon los gehen. 6 Boote, besetzt mit jeweils einem Guide, 2 Jugendwarten und 5-6 Jugendlichen machten sich auf den Weg in Richtung Marktschellenberg an der österreichischen Grenze. Gekonnt wurden die ersten Stromschellen gemeistert und den Steinen im Flussbett ausgewichen. Hin und wieder passierte allerdings Chaos, wenn ein Boot doch auf Grund lief oder zu nah an die Böschung kam und den Passagieren Äste der Uferbepflanzung entgegen kam. Auf halben Weg wurde an einer Brücke eine Pause eingelegt. Dort durften die Mutigen dann von der Brücke in den Fluss springen, der an dieser Stelle auch tief genug war. Auf den letzten Kilometern folgten dann noch viele weitere Stromschellen. Und wenn es mal etwas ruhiger war, machten sich die Bootsbesatzungen einfach gegenseitig nass, indem man sich gegenseitig mit den Paddeln das Wasser ins Gesicht spritzte. Um kurz nach 12 Uhr erreichten wir dann unseren Zielort. Schnell wurden die Boote verladen und es ging zurück nach Berchtesgaden. Erschöpft aber glücklich ging es, nachdem wir unsere Ausrüstung zurückgegeben hatten, zurück zum Zeltplatz. Dort gab es eine kleine Stärkung in Form von Obst, Joghurt oder Broten. Erneut war die Temperatur über 30 Grad gestiegen, und so ging es wie in den letzten Tagen auch nachmittags erneut zum See zum Abkühlen, austoben und entspannen. Am späten Nachmittag machte sich dann die nächste Lagerdinner-Gruppe daran, ihr Abendessen vor zu bereiten. Während dessen folgte der erste Ausflug zum Krankenhaus. Leon bekam unbeabsichtigt einen Tritt ab und sein Zeh schwoll drauf dick an. Krankenhaus 1 in Freilassing hatte natürlich keine chirurgische Notfallambulanz. So ging es weiter zu Krankenhaus 2 im ca. 35 km entfernten Bad Reichenhall. Dort konnte man Leon auch helfen und Entwarnung geben. Es war nur eine Schwellung. Während dessen fuhr aber auch schon das nächste Fahrzeug zu Krankenhaus 1. Passagier diesmal: Christian der eine allergische Reaktion hatte. Aber auch hier gab es schnell Entwarnung. So saßen beim Abendessen auch alle wieder zusammen und konnten Kasseler mit Kartoffelpüree und Sauerkraut genießen. Als Nachtisch gab es Kaiserschmarn mit Apfelmus. Die Abendaktivität war auch schnell geklärt: Lagerfeuer. Dort wurde dann auch eine erste kleine Feed-Back Runde gestartet, wo die Kids kund geben durften, was ihnen bisher gefallen hat und was nicht. Die Bettruhe wurde heute nicht festgelegt, sondern jedem freiwillig überlassen. Trotzdem waren gegen 24 Uhr fast alle im Bett. Nur einige wenige Hartgesottene hielten mit einigen Betreuern etwas länger aus.

 

Tag 7: Samstag, 19.07.2014 – Crash-Day

 

Das Wochenende sollte viel Zeit für Entspannung und Erholung bieten. So war zumindest der Plan. Aus diesem Grund wurde am Samstagmorgen erst mal lange ausgeschlafen, ehe es gegen 10 Uhr Frühstück gab. Dies wurde mit Rührei, gebratenem Speck und verschiedener Rohkost auch entsprechend ausgiebig abgehalten. Als Tagesausflug sollte es heute ins naheliegende Tettenhausen gehen. Das dortige Strandbad mit breitem Strand, Badeinseln und Sprungturm sollte Abwechslung zu unserem steilen 08/15 Strandabschnitt bieten. Bei Temperaturen erneut über 30 Grad wäre dies natürlich auch wieder die perfekte Abkühlung. Der Plan verzögerte sich allerdings zunächst. Yanniks Zahnspange war defekt und am Wochenende kein Zahnarzt-Notdienst zu erreichen. Durch einen Tipp der ebenfalls auf dem Zeltplatz anwesenden Jugendgruppe des BRK Berchtesgadener Land wurde das Klinikum Salzburg mit der dortigen Kieferchirurgie empfohlen. Also machten sich Tim und Katrin zusammen mit Yannik erneut auf den Weg nach Österreich und würden später nachkommen. Der Rest packte Badeklamotten und wollte gerade losfahren, als Tim sich telefonisch meldete und von einem „kleinen Problem“ berichtete. Die drei hatten einen Unfall direkt hinter der Grenze. Zum Glück ging es allen gut und es blieb nur bei einem Blechschaden. Allerdings hatte das Fahrzeug ordentlich was abbekommen. So mussten erst die Fahrzeuge getauscht werden, ehe der Ausflug zum Strandbad endlich starten bzw. die Reparatur der Zahnspange in Angriff genommen werden konnte. Dort verbrachte die Jugendfeuerwehr dann ein paar erholsame Stunden, ehe es am späten Nachmittag zurück zum Zeltplatz ging. Damit allerdings noch nicht genug des Unglücks. Zurück am Zeltplatz zeigte Joshua erste Ausfallerscheinungen. Schmerzen und Unwohlsein (erste Anzeichen eines Hitzeschlags wie sich später zeigen sollte), machte die vierte Fahrt ins Krankenhaus nötig. Diesmal ging es zur Abwechslung noch mal ins KH Freilassing. Währenddessen bereitete die nächste Gruppe ihr Lagerdinner vor. Es gab Hacksteaks mit Käsefüllung und Djuvec-Reis. Zum Nachtisch wurde eine riesige Joghurtbombe mit Himbeersoße serviert. Nachdem alle satt waren und gerade die Vorbereitungen fürs abendliche Lagerfeuer trafen, nahm das nächste Unglück seinen Lauf. Krankenhausausflug Nummer 5 ging an Jonathan, der mit einem dickgeschwollenen Daumen ins KH Bad Reichenhall gebracht wurde. Auch hier blieb es zum Glück bei einer Schwellung. Während die Jugendfeuerwehr den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lies, „reparierten“ einige Jugendwarte das angeschlagene Fahrzeug notdürftig, um zumindest den Rest unserer Ferienfahrt damit unbeschadet überstehen zu können. Schließlich war gegen 24 Uhr Nachtruhe angesagt.

 

Tag 8: Sonntag, 20.07.2014 – Zeltplatztag mit Pizza

 

Auch der Sonntag wurde dazu genutzt, erneut auszuschlafen. Nach dem Frühstück und dem fälligen Spülen und Aufräumen wurde ein entspannter Tag auf dem Zeltplatz verbracht. Bei knapp 35 Grad im Schatten natürlich bevorzugt dort, wo keine Sonne hinkommt. So wurde im Schatten der umliegenden Bäume der Mittag mit verschiedenen Spielen verbracht. Dazu gehörte nach einer längeren Pause auch endlich wieder drei Duelle von „Schlag den Stadtjugendfeuerwehrwart“. Für die Jugendfeuerwehr galt es, den Rückstand zu verkleinern. Das Spiel 5 hieß „Wer weiß mehr“. Dies konnte die eine Vierergruppe der Jugendfeuerwehr für sich entscheiden. Spiel 6 lautete Wikingerschach. Obwohl unser Tim das Spiel die ganze Ferienfahrt über noch nicht angerührt hatte, konnte er dieses Spiel gegen Thomas, Kai und Conor für sich entscheiden. Auch im Spiel 7 lag Tim wieder knapp vorne. Beim Alphabet rückwärts aufsagen gewann er knapp gegen Leon. So führte er nach 8 Spielen bereits 23:5. Es folgte um die Mittagszeit eine kleine Snackrunde. Reste der letzten Tage konnten aufgegessen werden. Dazu gab es selbstbelegte Sandwiches. So gestärkt ging es dann wieder zum See, wo wir uns im warmen Wasser erneut austoben konnten. Währenddessen bereiteten einige Jugendwarte ein besonderes Abendessen vor. Da auf dem Zeltplatz ein Pizzaofen vorhanden war, wurde dieser angeheizt und durch unseren Bäcker Michael Pizzateig vorbereitet. An dieser Vorfreude konnte auch ein kurzes Hitzegewitter nichts ändern. Im Gegenteil. Es brachte endlich etwas Abkühlung. Alle Kids und Betreuer konnten nun ihre eigene Pizza belegen. Zusätzlich wurde aus den Teigresten noch Pizzabrötchen geformt. Bis zum abendlichen Lagerfeuer wurden erneut verschiedene Spiele ausgepackt und der Zeltplatz mit Musik beschallt. Am Lagerfeuer gab es dann Marshmallows und unser Kreuzauer Gast Michael hielt ein kurzes Referat und Frage-und-Antwortspiel rund um die NS-Zeit um die Jugendlichen auf den Ausflug für Montag vorzubereiten. Da wir Montag wieder früh aufstehen mussten, wurde für 22:30 Bettruhe befohlen.

 

Tag 9: Montag, 21.07.2014 – Auf dem Obersalzberg

 

Heute stand Deutsche Geschichte auf unserem Tagesplan. Nach der kurzen Einführung am Lagerfeuer gestern Abend, ging es heute nun erneut in Richtung Berchtesgaden. Ziel war der Obersalzberg, wo sich während der NS-Zeit die Sommerresidenz von Adolf Hitler und der übrigen NS-Führungsebene befand. Heute befindet sich auf einer der wenigen erhaltenen Ruinen die „Dokumentationsstätte Obersalzberg“. Die Geschichte des Obersalzberg, aber auch der gesamten NS-Diktatur wird hier eindrucksvoll und gleichzeitig erschreckend dargestellt. Aufgeteilt in 3 kleine Gruppen wurde die Jugendfeuerwehr Jülich durch die Ausstellung geführt und von fachkundigen Mitarbeitern über die schlimmste Zeit der jüngeren deutschen Geschichte informiert. Schön war es auch zu erleben, wie hoch das Wissen der Jugendlichen über die Geschehnisse während der NS-Zeit sind. Viele Fragen konnten die Kids beantworten und stellten selber auch viele neugierige Fragen. Zusätzlich wurde ein Film gezeigt, in dem Zeitzeugen aus Obersalzberg zu Wort kamen. Sie erzählten wie ihnen damals ihr Eigentum abgenommen wurde und wie sehr sie unter Druck, Folter und Strafe gestellt wurden. Nach Abschluss der Führung ging es zurück zum Zeltplatz. Mittlerweile schüttete es aus vollen Kübeln und die Wettervorhersage lies auch für den Rest des heutigen und morgigen Tages nichts Gutes vorahnen. Also hieß es das Beste daraus machen. Und genau das tat die Jugendfeuerwehr auch. Zurück auf dem Zeltplatz wurde zunächst eine Kuchen- und Kakaopause eingelegt. Danach hieß es erneut antreten zum Duell „Schlag den Stadtjugendfeuerwehrwart“. Im Spiel 8 konnten sich die Kids in 4 Duellen Memory gegen Tim klar und deutlich durchsetzen. Ähnlich lief es im Anschluss dann im Spiel Nummer 9. Beim raten von Piano-Melodien bekannter Fernsehsendungen und Kinofilme hatte erneut die Jugendfeuerwehr die Oberhand und entschied auch dieses Spiel eindeutig für sich. Somit konnte die JF den Spielstand auf 22:23 verkürzen. Es bleibt also spannend die nächsten Tage. Während im Aufenthaltszelt der Tag mit weiteren Karten und Brettspielen verbracht wurde, bereitete das Küchenteam das Abendessen vor. Heute gab es kein Lagerdinner, sondern Nudeln mit Hackfleischsoße nach „Chef-Art“ und Gurkensalt. Der anhaltende Regen hatte aber auch etwas Gutes: Alle gingen freiwillig früh ins Bett. Nur ein kleiner harter Kern machte sich noch in der Küche zu schaffen. Die Lagerdinner des morgigen Tages bereitet ihren Nachtisch bereits vor, der etwas aufwendiger herzustellen war.

 

Tag 10: Dienstag, 22.07.2014 –Salzbergwerk Berchtesgaden

 

Die ganze Nacht über hatte es weiter geregnet. An einen entspannten Tag auf dem Zeltplatz war also nicht zu denken. Ein kurzes Telefonat noch vor dem Frühstück, und schon war die neue Tagesaktivität geplant: Ein Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden, das eigentlich erst später in dieser Woche besucht werden sollte. Nach dem Frühstück waren zunächst alle damit beschäftigt, die Spuren des Regenchaos der letzten Nacht zu beseitigen. Zelte wurden trocken gelegt, Gepäckstücke umgestapelt und dreckige Sachen so weit wie möglich gewaschen. Außerdem wurde der komplette Spüldienst durch die Jugendwarte geleistet. Alle Jugendlichen hatten sich währenddessen zusammengesetzt, um unter Anleitung der Jugendsprecher einige Verhaltensregeln zum besseren Umgang der Kids untereinander auszuarbeiten und niederzuschreiben. Dann ging es um halb 12 erneut nach Berchtesgaden. Dank des dichten Verkehrs kamen wir nicht so flott vorwärts wie geplant und so mussten wir die letzten Meter im Laufschritt zurück legen, um noch pünktlich zu unserem Führungstermin zu kommen. Dies schafften wir dann auch zum Glück noch gerade pünktlich. Bevor es allerdings ins Bergwerk ging hieß es nun ersteinmal umkleiden. Jeder bekam einen Overall zum überziehen. Danach ging es in den Bergwerksbahnhof. Bevor wir mit dem Zug unter Tage fuhren, gab es noch ein Gruppenfoto. Danach ging es 600 Meter weit in den Berg rein. Es folgte eine rund 90 minütige Führung durchs Bergwerk. Dabei lernten wir alles rund um den Salzabbau im Berchtesgadener Land kennen. Besonders spannend und aufregend war es dabei, von einer Sohle auf die nächst tiefere zu gelangen. Als Fortbewegungsmittel dienten lange Rutschen, die bis zu 17 Meter Höhenunterschied überwindeten. Zurück aus dem Berg ging es dann erneut wieder mit der Grubenbahn. Da zur Abwechslung mal seit Stunden kein Regen vom Himmel fiel, nutzen wir die Chance, um noch einen Abstecher in die Berchtesgadener Innenstadt zu machen. Dort wurde in kleinen Gruppen gebummelt, ein Eis gegessen oder Kaffee getrunken. Da auf der Rückfahrt aus Berchtesgaden erneut viel Verkehr herrschte, trafen wir erst gegen 18 Uhr am Zeltplatz ein. Auf regnete es schon wieder ausgiebig, so dass das Lagerleben mittlerweile zur Geduldsprobe wurde. Die nächste Gruppe bereitete umgehend ihr Lagerdinner vor. Neben dem Nachtisch, der bereits gestern Abend vorbereitet wurde, hatte man sich noch viele weitere leckere Dinge ausgedacht. Schaschlikspieße, eine bunte Gemüseplatte, Bandnudeln und Pfannkuchen benötigten allerdings viel  Zeit zur Herstellung. So fand das essen zu später Stunde dann erst im Kerzenschein statt. Da der Regen immer noch nicht aufhören wollte, wurde kurzerhand beschlossen, den Spüldienst auf morgen vor dem Frühstück zu verschieben und lange auszuschlafen. So war gegen halb 1 nach diesem anstrengenden Tag endlich Nachtruhe.

 

Tag 11: Mittwoch, 23.07.2014 – Entspannung im Freizeitbad

 

Auch diese Nacht hörte es nicht auf zu regnen. Zwar sagte die Wettervorhersage voraus, dass es ab Mittag wieder sonnig werden sollte, allerdings war unser Zeltplatz immer noch eine riesige Schlammwüste. Die beste Methode war deshalb, zuerst mal wieder so lange wie möglich im Bett zu bleiben. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg nach Ruhpolding. Ziel war das Freizeitbad Vita-Alpina. Mit Wellenbad, Riesenrutsche, Außenbecken mit Sprungturm, Wellness-Becken und Dampfsauna bot es ideale Bedingungen zur Entspannung und Erholung. Auch das Wetter wurde wie angekündigt besser, so dass auch das Außenbecken mit genutzt werden konnte. Nachdem wir 3 Stunden im Freizeitbad waren ging es zurück zum Zeltplatz. Hier mussten wir überrascht feststellen, dass es hier so heftig geregt hatte, dass Wasser in den Zelten stand. Also hieß es erst einmal: Zelte trocken legen. Da auch am Abtsdorfersee mittlerweile die Sonne schien, war dies allerdings ein kleines Problem. Zum Abendessen wurde dann die nächste Gruppe des perfekten Lagerdinners gefordert. Es wurde Kartoffel-Möhrenpürre mit Backfisch serviert, dazu gab es Salat. Zum Nachtisch gab es noch Karamelpudding. Da es beim Abendessen bereits sehr spät war, wurden die Speisen bei Kerzenschein eingenommen. Aufgrund der späten Stunde musste auch das Lagerfeuer an diesem Abend ausfallen. Gegen 24 Uhr waren aber schließlich alle Kids im Bett.

 

Tag 12: Donnerstag, 24.07.2014 – Erste Rückbaumaßnahmen

 

Endlich wieder Sonne. Nachdem wir alle spät im Bett waren hieß es erneut ausschlafen. Der geplante Ausflug nach München war heute leider nicht mehr machbar, da wir dafür sehr früh hätten aufstehen müssen. Deshalb wurde spontan das Restprogramm des Zeltlagers umgeplant. Der Ausflug wurde auf Freitag verschoben, dafür wurde heute schon mit dem Rückbau begonnen. Zunächst wurden die Jugendlichen umquartiert. Die Mädchen zogen ins Vorzelt der Betreuer, ein Jungenzelt in den Vorraum des Sanitärgebäudes. So konnten schon zwei Schlafzelte abgebaut werden. Auch das Küchenzelt wurde abgebaut, musste aber vor dem einpacken noch geputzt werden. Aufgrund des anhaltend schönen Wetters konnten auch die beiden Aufenthaltszelte schon verstaut werden. Außerdem wurden alle Materialien, die nicht mehr genutzt wurden, in Kisten sortiert und im Lagerzelt gestapelt. Schließlich wurde noch das gesamte Geschirr gespült und trocken verpackt. Die restlichen Mahlzeiten der Ferienfahrt würden wir dann mit Einweg-Geschirr einnehmen. Für die kommenden Frühstücke am Freitag und Samstag wurden auch Frühstückseier schon vorgekocht. Die Arbeiten zogen sich den ganzen Tag über hin. Bei über 25 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit waren die Arbeiten allerdings nicht immer einfach und kratzen sehr an der Motivation der Jugendlichen und ihrer Betreuer. Am Ende des Tages hatten wir aber alle Aufgaben erledigt. Zum Abendessen gab es dann gebratene Nudeln mit Hähnchen-Nuggets und Pudding zum Nachtisch. Schließlich endete der Tag am Lagerfeuer wo erneut Marshmallows gegrillt wurden. Da für Freitag frühes aufstehen angesagt war, hieß es bereits um 23 Uhr „ab ins Bett“, was nach dem anstrengenden Tag auch problemlos funktionierte.

 

Tag 13: Freitag, 25.07.2014 – Bahnfahrt nach München

 

Früh aufstehen war heute angesagt. Bereits um 7 Uhr saßen alle am Frühstückstisch. Heute sollte es nach München gehen, was aufgrund der Verkehrs- und Parkplatzsituation in und um München mit der Eisenbahn erfolgen sollte. Ehe es allerdings los gehen konnte, musste erneut auf dem Zeltplatz aufgeräumt werden und die Sanitäranlagen gereinigt werden. Außerdem wurden wieder Ferienfahrt-T-Shirts verteilt, welche wir gemeinsam nach München anzogen. Dies schaffte erneut einen hohen Wiedererkennungswert. Gegen 8:30 waren alle Aufgaben dann erledigt und wir fuhren nach Freilassing zum Hauptbahnhof. Von dort ging es mit der Bahngesellschaft „der-meridian“ nach München. Allerdings nicht wie geplant. Aufgrund eines Zwischenfalls am Morgen in Bahnhof Rosenheim fuhr unser Zug 10 Minuten später ab als geplant. Auch mussten wir kurzfristig noch von Gleis 4 zu Gleis 7 wechseln, da im Bahnverkehr in diesem Moment sehr improvisiert werden musste. Schließlich ging es um 9:45 Uhr dann doch los und wir waren um kurz nach 11 Uhr in München. Dort blieben wir bis 15:30 Uhr. Die Zeit wurde zum Sightseeing und zum Bummeln genutzt. Die Jugendwarte nutzen den Ausflug auch wieder, um kleine traditionelle Abschiedsgeschenke für die Jugendlichen zu kaufen, die ihre letzte Ferienfahrt haben. Trotz 4 ½ Stunden verging die Zeit wie im Flug. Die Rückkehr nach Freilassing wurde allerdings nochmal anstrengend. Bei stehender Hitze in der Münchener Innenstadt hatten wir mit Judith und Phil gleich 2 Kids, die mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten. Im klimatisierten Zug und nach dem Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes ging es aber den beiden auch schnell wieder gut. Auf der Rückfahrt wurden wir nochmals bestätigt, dass die Bahnfahrt die richtige Wahl des Fortbewegungsmittels an diesem Tag war. Auf der parallelen Autobahn 8 staute sich der Verkehr in Richtung Salzburg, während wir entspannt reisten. Viele nutzen die Fahrt auch, um ein Nickerchen zu machen. Zurück in Freilassing bekamen wir aber ein neues Problem. MTF 1 wollte nicht mehr anspringen – Batterie war platt. Da weder Radio noch Funk an waren blieb die Ursache für dieses Problem unergründlich. Ein freundlicher Rentner, selber ehemaliger Feuerwehrmann, half uns in dieser Situation netterweise mit einem Überbrückungskabel aus. Dann konnte es auch schon zurück zum Zeltplatz gehen. Die Rückfahrt wurde allerdings teuer für die Fahrer und ärgerlich fürs Ordnungsamt: Gleich mehrere Fahrzeuge fuhren hintereinander in eine Geschwindigkeitskontrolle und wurden fotografiert. Am Zeltplatz wurden wir dann von der Besatzung des Gerätewagens Logistik empfangen. Sabrina, Andreas und Rene haben sich netterweise bereit erklärt, uns am See abzuholen und die letzte Nacht gemeinsam mit uns zu verbringen. Sofort wurden der GW-L mit den ersten Materialien beladen. Parallel dazu wurde der Grill angeheizt und Würstchen sowie Steaks zum Abendessen serviert. Dazu gab es Kartoffelsalat und Baguette. Zu später Stunde versammelte sich die gesamte Jugendfeuerwehr dann wieder am Lagerfeuer. Wie immer nutzen wir den letzten Abend dazu, dass alle die Gelegenheit bekamen, ein Feed-Back zur Ferienfahrt zu geben. Außerdem wurden die Sieger des Lagerdinners prämiert (Alois Gruppe mit dem Backfisch). Schließlich wurden noch Geschenke verteilt. Zunächst bekam Judith (O-Ton Tim: „Besser spät als nie“) eine Urkunde und einen einmaligen JF-Jülich-Gürtel als Dank für 3 Jahre Tätigkeit als Jugendsprecher. Danach wurden Niklas, Jenna und erneut Judith mit individuellen beschrifteten T-Shirts als Erinnerung an die letzte Ferienfahrt bedacht. Auch die Jugendlichen hatten für die drei jeweils ein kleines Geschenk eingekauft. Judith und Jenna wiederrum bedankten sich mit einer selbstgebastelten Fotowand, die sie der Jugendfeuerwehr schenkten. Schließlich hieß es um 23 Uhr Bettruhe, da uns am nächsten Tag eine lange und anstrengende Heimreise bevorstand.

 

Tag 14: Samstag, 26.07.2014 – Eine lange Rückreise

 

Unser letzter Tag begann wie geplant sehr früh. Punkt 8:30 standen bereits alle Gepäckstücke auf dem Platz und konnten verladen werden. Parallel dazu wurde angefangen, die letzten Zelte abzubauen. Auch weitere Materialkisten wurden gepackt. Nebenbei schmierten unsere Jugendsprecher Sophie und Thomas dutzende Brötchen um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Das Verladen der Zelte und die abschließende Säuberung des Zeltplatzes und Sanitäranlagen zogen sich allerding länger hin als geplant. Die geplante Abreise um 10 Uhr wurde um ziemlich genau 1 Stunde überzogen. Dann ging es endlich zurück in Richtung Heimat. Doch schnell war an diesem Tag ein Fremdwort. Wir schafften nach Auffahrt auf der Autobahn mal gerade einen Kilometer, ehe wir das erste Mal in einen Stau gerieten. Die A8 in Richtung München war an diesem Tag einfach zu voll und so ging es häufig nur im Schritttempo vorwärts. Rund um München wurde es zunächst etwas besser. Auf der A9 in Richtung Nürnberg war dann allerdings erneut Stau angesagt. Ein liegen gebliebener LKW in einer Baustelle verursachte einen riesigen Stau und zerrte an unseren Nerven. Gegen 15 Uhr hatten wir mal gerade etwas mehr als 200 km geschafft. Für etwas Stimmung und Aufsehen im Stau sorgte allerdings der Mannschaftsbus des 1. FC Köln, der sich mit der 1. Mannschaft an Bord auf dem Weg zu einem Testspiel in unsere Kolonne einreihte. Kurz vor Nürnberg hatten wir dann endlich freie Fahrt, was zum Glück auch bis nach Jülich so blieb. Am späten Nachmittag machten wir deshalb eine größere Essenspause. Ein weiterer größerer Stop war noch kurz hinter Frankfurt nötig, wo wir tanken mussten. Schließlich erreichten wir um 23:15 Uhr, nach über 12 anstrengenden Stunden Fahrzeit, die Feuerwache in Jülich, wo viele Eltern, Geschwister und Freunde schon sehnsüchtig auf uns warteten. Schnell packten noch mal alle mit an, um die Fahrzeuge zu entladen und Material im Raum der Jugendfeuerwehr zu verstauen. Damit endete für Jugendlichen die Ferienfahrt 2014. Auf die Betreuer warteten allerdings noch die Nachbereitung und das Aufräumen.

 

 

Zum Abschluss unserer Reise hieß es am Montag dann noch aufräumen auf der Feuerwache. Da alle Zelte bereits trocken am Zeltplatz verstaut werden konnten, gestalteten sich die abschließenden Arbeiten recht übersichtlich. Fahrzeuge wurden geputzt und voll getankt. Außerdem wurden sämtliche Materialkisten nochmals sortiert und sauber im Raum der Jugendfeuerwehr eingelagert. Somit endete eine spannende und abwechslungsreiche Ferienfahrt 2014.

 

Am Ende noch einige Worte des Dankes. Zum einem an die Damen des Jülicher Lions Club Gavadiae und die Sparkasse Düren, die uns mit Spenden finanziell unterstützt haben. Aufgrund der komplett gestrichenen Zuschüsse des Landes NRW sind wir für diese Hilfe sehr dankbar. Nur dadurch ist es uns möglich gewesen, die Ferienfahrt in diesem Rahmen erfolgreich durchzuführen. 

Ein weiterer Dank geht an die Metzgerei Schepanski in Jülich, die uns kostenlos einen Kühlanhänger zur Verfügung stellte.

 

Im Namen aller Jugendfeuerwehrmitglieder nochmal ein recht herzliches DANKE SCHÖN!

 

 

PS: Rechtschreibfehler sind absichtlich drin.... zur allgemeinen Belustigung :-)

Kommentare  

 
#1 Mäxchen 2014-07-27 16:54
Hallo Leute
Ich muss es nochmal klar machen. Es war immer eine richtig gute Zeit ich vermisse diese zeit heute noch.
Ich hoffe das es bald mit dem wunsch von ein paar Leuten klappt das ich zu euch als jugendwart komme und diese zeiten mit den Fahrten und das beisammensei wieder kommt. Eure Fahrt scheint sehr erlebnisvoll gewesen zu sein dieses Jahr. Denoch verbleibe ich in der Hoffnung das wir uns bald mal sehen
Euer Mäxchen der Chaot
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