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Ferienfahrt Rannasee 2012 - Final Edition PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Spohr   
Dienstag, den 17. Juli 2012 um 14:03 Uhr

 

 

Die obligatorische Ferienfahrt führt die Jugendfeuerwehr 2012 zum Rannasee bei Wegscheid, im Landkreis Passau. Direkt an der Grenze zu Österreich liegt mitten im Wald und einen Steinwurf vom Rannasee entfernt das Jugendzeltdorf. Dieses stellt vom 15. bis 25. Juli die Unterkunft für die Jugendfeuerwehr Jülich dar. Die Geschehnisse unserer Reise werden in bekannter Form in einem aktuellen Reisetagebuch zusammen gefasst.

 

 

15.07.2012 - Tag 1 - Die Anreise

 

Über 700 Kilometer Anreise erfordert besondere Maßnahmen. So starteten die Jugendlichen und ihre Betreuer bereits um 5 Uhr morgens an der Feuerwache in Jülich. Mit 6 Fahrzeugen machte man sich auf eine geplante 10-stündige Anreise. Das erste Drittel der Fahrt verlief noch recht unspektakulär, abgesehen davon, dass der Autohof für die geplante Frühstückspause hinter Frankfurt nicht aufzufinden war. Kurzerhand wurde dank moderner Kommunikationsmedien ein alternativer Stopp gefunden und angesteuert. Die weitere Reise wurde dafür umso ereignisreicher. Zunächst sorgte ein 16 km Stau für eine Verlängerung der Reisezeit. Mitten in dieser Stauphase überhitze der Motor von Sebastians Fahrzeug. Dem Hitzestau konnte mit aufdrehen der Fahrzeugheizung auf Volllast begegnet werden. Bei warmen Außentemperaturen nicht gerade angenehm, aber nötig. Die Mittagspause fand dann hinter Nürnberg statt, ehe die letzten gut 200 km in Angriff genommen wurden. Nun sorgte eine Gewitterfront für etwas Abenteuer auf dem letzten Stück der Reise. Der Regen bremste den Verkehr so weit, dass teilweise nur noch Schritttempo möglich war. Trotzdem erreichte man schließlich gegen 16 Uhr die Unterkunft. Das deutsche Handynetze mitten im Wald eher die Ausnahme sind, sorgte schon für die ersten entsetzten Gesichter. Ansonsten gab es über die Unterkünfte nichts zu beklagen. Schnell wurden die einzelnen Häuser bezogen und die Jugendwarte bereiteten das Abendessen in Form von Erbsensuppe mit Würstchen vor. Nach dem Abendessen und den üblichen Einweisungen in die Verhaltensregeln, wurde noch das Gelände erkundet. So klang der Abend nach einer anstrengenden und langen Reise gemütlich aus. Schließlich war um 23 Uhr Nachtruhe.

 

  

 

16.07.2012 - Tag 2 - Eingewöhnungsphase

 
Die Nacht verlief in zwei Häusern weniger ruhig als geplant. Im Mädchenhaus musste sich J. P. aus B. mitten in der Nacht das Abendessen noch mal durch den Kopf gehen lassen. Immerhin schaffte sie es, alles sauber in einer Tüte aufzufangen. Ein Haus weiter erging es Niklas auch kaum besser. Lautes Gebrüll schreckte die Hausbewohner mitten in der Nacht auf. Niklas, der eigentlich im Etagenbett oben schläft, saß nun ein Bett weiter unten bei Markus auf der Matratze und beklagte sich über Schmerzen in seinem Allerwertesten. Was passiert war, konnte er selber nicht erklären. Nach dem ersten Schreck war aber auch alles wieder gut, und der Schlaf konnte fortgesetzt werden. Das die beiden aus dem selben vermeidlichen "Unglücks-Dorf" kommen, scheint aber wohl eher Zufall.

Frühstück an diesem Morgen fand erst um 10 Uhr statt. Da keine Vorräte mitgenommen wurden, musste zunächst eingekauft werde. Dafür gab es dann aber auch einen reichhaltigen Brunch. Nachdem alle gestärkt waren, wurde die Lagerolympiade eröffnet. Wie im letzten Jahr wurden Teams gebildet, die im Laufe der Ferienfahrt wieder verschiedene Aufgaben erfüllen müssen. Darunter auch wieder "Das perfekte Lagerdinner". Während Oberschiedsrichterin Katrin im Anschluss auch sofort mit dem ersten Spiel anfing, dem "Ja-Nein-Stuhl", bereiteten die Jugendwarte eine kleine Überraschung vor. Für die beiden Geburtstagskinder Celine und Stefan gab es am Nachmittag selbstgemachte Erdbeertorte. Da das erste Lagerspiel dank eines demolierten Stuhls frühzeitig abgebrochen werden musste, konnten alle Jugendlichen und ihre Betreuer schon frühzeitig in den Genuss der Geburtstagsüberraschung kommen. Der weitere Nachmittag wurde damit verbracht, den Rannasee näher zu erkunden und Bademöglichkeiten für die nächsten hoffentlich schönen Tage zu finden. Außerdem wurde Holz für das erste abendliche Lagerfeuer gesammelt. Zum Abendessen gab es dann Nudeln mit Hackfleischsoße nach "Chefart", dazu Gurkensalat und anschließend noch ein Eis. Nachdem alle gestärkt waren, wurde dann das erste Lagerfeuer der Ferienfahrt gezündet und die Jugendfeuerwehr versammelte sich rund um die Feuerstelle. Dort gab es wieder Stockbrot und Merlin unterhielt alle etwas mit seinen Gittarrenkünsten. Schließlich wurde um halb 12 Nachtruhe befohlen.

 

 

 

17.07.2012 - Tag 3 - Unter Tage

 

Geweckt wurden wir an diesem Morgen mal wieder mit Nieselregen. Da passte es ganz gut, dass wir einfach mal von der Erdoberfläche verschwanden. Deshalb machten wir uns nach dem Frühstück auf in den Nachbarort Kropfmühl, um dort das einzige Grafitbergwerk Deutschlands zu besuchen. Auch wenn die Fahrt nicht wirklich weit war, schaffte es Tim, das falsche Ziel ins Navi einzugeben. Erst als Navi und die Beschilderung nicht mehr übereinstimmten, wurde alle Beteiligten stutzig. Irgendwie kamen wir aber doch noch pünktlich ans Ziel. In zwei Gruppen begann anschließend die Führung. Es wurde ein Film über die Geschichte des Bergwerks gezeigt, ehe es über mehrere hundert Stufen über einen Schacht bis 45 m tief unter die Erde ging. Vorher mußten sich alle noch mit Umhang und Helm ausstatten. Auf dem Weg in die Tiefe, und auf der 4. Sohle selbst, wurde den Kids und ihren Betreuern schließlich viele Details und Anekdoten über das Leben unter Tage erzählt. Den beiden Führern deshalb nochmal einen herzlichen Dank, auch wenn es hin und wieder schwer fiel, den bayrischen Dialekt zu verstehen. Am frühen Nachmittag waren wir dann wieder am Jugendzeltdorf. Da es immer noch regnete, war das Schwimmen im Rannasee immer noch nicht möglich. Stattdessen wurden mit der Lagerolympiade weiter gemacht und die Teams traten in den ersten Spielen Wikinger-Schach gegeneinander an. Während dessen bereitete das erste Team bereits ihr erstes Lagerdinner vor. Es gab Bratwurst mit Jägersoße, Knödel, Erbsen und Möhren. Als Nachtisch gab es dann noch Pfannekuchen mit Kirschen und Sahne. Nach dem Essen durfte die übrigen Teams dann die Kochleistung der ersten Mannschaft bewerten. Schließlich wurde für halb elf Bettruhe befohlen, da es am nächsten Tag früh los gehen sollte.

 

 

 

18.07.2012 - Tag 4 - Die Schlauchboottour

 

Bereits um halb Acht gab es an diesem Morgen Frühstück. Schließlich sollte es nur eine Stunde später los gehen ins rund 60 km entfernte Bad Griesbach. Dort wollten wir uns mit den Organisatoren der Schlauchboottour treffen. 10 km vor Griesbach war die Tour aber zunächst vorbei. Die Polizei hatte ohne ersichtlichen Grund die Straße gesperrt. Es ging nicht mehr weiter. Also wurde nach mehreren Minuten sinnlosen Wartens gedreht und ein naher Feldweg als vermeintliche Umfahrung der Straßensperrung gewählt. Nach einigen Kilometern durch Maisfelder und Wiesen endete die Straße allerdings in einer Sackgasse mitten auf einem Bauernhof. Das Kuriose war nun allerdings: nicht nur die Jugendfeuerwehr stand mit ihren 6 Autos da, und kam nicht mehr weiter, auch mehrere Dutzend andere Verkehrsteilnehmer waren uns hoffnungsvoll gefolgt. Und wenden war auf dem Feldweg nicht möglich. Das Chaos war folglich vorprogrammiert. Schließlich wurde mit den Schlauchbootteam ein anderer Treffpunkt vereinbart, mit Hilfe des Bauers alle Fahrzeuge gewendet und es ging zurück auf die Hauptstraße. Irgendwann kamen wir schließlich an der Rott an und konnten die heiß ersehnte Bootstour starten. Auch das Wetter spielte mit und ließ zum ersten Mal seit unserer Ankunft so etwas wie Sommerfeeling aufkommen. Nachdem alle Ruderwilligen mit Schwimmwesten und Paddel ausgestattet waren, wurde die Boote zu Wasser gelassen. Es wurde zunächst das Manövrieren allgemein geübt. Danach ging es von der Rott in die Inn. Diese sorgte mit ihrer starken Strömung auch für mehr Herausforderung beim paddeln. Nach wenigen Minuten hatten aber alle Teams sich eingespielt und es konnte das erste Spiel auf der Inn gestartet werden. Es galt, so viele 360° Drehungen wie möglich in 4 Minuten zu absolvieren, den so genannten "Inn-Walzer". Diese Herausforderung gewann das Teams mit Stefan als Steuermann, das insgesamt 23 Drehungen schaffte. Im nächsten Spiel lagen alle Boote längsseits aneinander, und es mussten immer zwei Freiwillige so schnell wie möglich außen die Boote umrunden. Dabei fielen nicht nur viele der Freiwilligen ins Wasser, auch Unbeteiligte, die zufällige gerade "im Weg waren", bekamen die Fluten der Inn zu spüren. Besonders schwer hatte es dabei unser Tim, nach der unfreiwilligen Abkühlung wieder ins Boot zu kommen. Es waren mehrere helfende Hände nötig, um ihn wieder ins Trockene zu ziehen. Nach rund 2 Stunden endete die Tour dann auf der anderen Innseite im schönen Österreich. Nachdem alle Boote wieder verladen waren, die Betreuer die Fahrzeuge vom Startpunkt abgeholt hatten, sollte es wieder zurück zum Rannasee gehen. Dabei verlor Bernd, ohne es zu bemerken, während der Fahrt eine Radkappe, die netterweise von Achim aufgesammelt wurde.

Zurück am Zeltdorf lachte die Sonne immer noch vom Himmel, so dass der Rest des Tages am Seestrand verbracht wurde. So verging der Nachmittag recht flott und am Abend bereiteten die Betreuer das Abendessen vor. Es gab selbstgemachte Frikadellen mit Kartoffelgratin, Porree und als Nachtisch Obstsalat. Schließlich klang der Abend wieder gemütlich am Lagerfeuer aus und erst um Mitternacht wurden die letzten ins Bett geschickt.

 

 

 

19.07.2012 - Tag 5 - Ein Tag am See

  

Da heute kein besonderes Programm auf dem Plan stand, durfte die gesamte Truppe heute ausschlafen. Erst nach 9 Uhr wurde zum Frühstück geläutet. Vorher legte Nicolai aber noch einen Stunt hin. Er bekam zu spüren, dass Tische nicht zum sitzen geeignet sind. Nachdem er sich unglücklich gedreht hatte, rutsche er ab und segelte in Zeitlupe vom Tisch herab. Im Laufe des Vormittags bekamen wir dann Besuch von unserem stellvertretenden Wehrleiter Jürgen Hürtgen und seiner Familie, die in der Nähe in Urlaub waren. Gemeinsam ging es wieder zu Fuß zum Rannasee. Bei mittelprächtigen Wetter konnte erneut das Wasser erobert werden, die Riesenrutsche wurde ausprobiert und einige machten einen Ausflug mit dem Tretboot über den See. Gegen Nachmittag ging es zurück zum Zeltdorf, wo einige hungrige Mäuler mit einem kleinen Mittagsimbiss gesättigt wurden. Der Tag wurden dann im Dorf mit Spielen drinnen und draußen fortgesetzt. Am Abend bereitete dann das zweite Team das nächste "perfekte Lagerdinner" vor. Es gab Geschnetzeltes mit Spätzle, Tomaten und Gurkensalat als Beilage und zum Nachtisch Kaiserschmarrn mit Obst. Beim Abendessen selber merkte man auch erstmals, dass die Stimmung und Motivation nach zwei Tagen Sonne und einer Abkühlung im Wasser stark gestiegen war. So viel wie an diesem Abend wurde zuvor noch nicht gelacht. Nachdem alles gespült war, brach die Jugendfeuerwehr mit Einbruch der Dämmerung zu einer Nachtwanderung rund um den Rannasee auf. Dabei machten wir zwangsweise auch wieder einen kurzen Abstecher in die Republik Österreich. Nach gut einer Stunde waren alle wieder im Dorf und es ging sofort in die Betten, da wir am nächsten Morgen erneut früh aufstehen mussten.

 

 

 

 

20.07.20212 - Tag 6 - Donaukraftwerk und Stadtbummel

  

Heute musste die gesamte Gruppe schon wieder früh aufstehen. Da wir um 10 Uhr im Donaukraftwerk Jochenstein sein mussten, gab es bereits um 8 Uhr Frühstück. Anschließend ging es querfeldein und über Serpentinen hinunter ins Donautal. Im Kraftwerk wurde die Jugendfeuerwehr in zwei Gruppen aufgeteilt. Zwei kompetente Führer erzählten anschließend etwas über die Geschichte des Kraftwerks. Ausgerüstet mit Helmen besichtigten wir anschließend die Schaltwarte, die allerdings nur bei Hochwasser besetzt wird. Im Normalfall wird das Kraftwerk fernüberwacht. Danach ging es nach draußen zur Schleuse, wo den Schiffen die Überwindung der 9 m Höhenunterschied des Kraftwerks ermöglicht wird. Im weiteren Verlauf bekamen wir dann die Gelegenheit, die laufenden Turbinen von innen zu besichtigen. Auch ein Blick auf die Wehrtore zur Regulierung des Wasserstandes bei Hochwasser bekamen wir. Auf der Brücke über die Wehrtore, die gleichzeitig auch als öffentliche Fußgängerbrücke dient, passierten wir erneut die Grenze nach Österreich. Eine entsprechende Beschilderung veranlasste einige zu lustigen Bilder. Nach Abschluss der Führung nutzen wir noch die Gelegenheit, ein Schiff bei Schleusenvorgang zu beobachten. Danach konnten wir noch ins Haus am Strom gehen, wo Wissenswertes rund um die Donau, die Kraft des Wasser sowie Flora und Fauna der Donauregion vermittelt wurde. Gegen halb 1 ging es dann die Donau entlang nach Passau. Dort durften die Kids den gesamten Nachmittag über die Stadt erkunden und einkaufen gehen. Die Jugendwarte nutzen die Einkaufsmöglichkeit traditionell um ein paar nötige Beschaffungen zu tätigen und wie im jedem Jahr ein Eis zu essen.

Am Abend wurde dann die nächste Gruppe des "Lagerdinners" aktiv. Es wurde selbstgemachtes Cordon Bleu mit Jägersoße, Kroketten und Kaisergemüse serviert. Zum Nachtisch gab es dann noch eine Portion Herrencreme (natürlich alkoholfrei). Als Abendeveranstaltung wurde dann der Speisesaal in ein Kino umgewandelt. Die kurze Nacht und der anstrengende Tag machte sich im Laufe des Abend dann schnell bemerkbar. So verließen trotz des lustigen Films immer mehr Kids freiwillig die Vorstellung. Mit Ende des Films gingen dann aber auch die letzten Standfesten sofort freiwillig ins Bett.

 

 

 

21.07.2012 - Tag 7 - Ab ins Schwimmbad

 

Am Samstagmorgen durften alle erst einmal ausschlafen. Nach dem ergiebigen Frühstück begann der Putztag. Es wurden alle Schlafhütten gereinigt, die Toiletten und Duschen geputzt sowie der Speisesaal aufgeräumt. Die Betreuer nutzen die Zeit, um einen Großeinkauf fürs Wochenende zu starten. Dies beanspruchte die Kids und ihre Betreuer bis nach dem Mittag. Danach ging es zur Belohnung ab nach Passau ins Freizeitbad "peb". Dort konnte sich entweder in den Schwimmbecken oder auf den Wasserrutschen ausgetobt werden, oder aber im Whirlpool Entspannung gesucht werden. Mehrere Dutzend Kids hatten am morgen aber wohl eine Dosis "Desorientierungs-Spray" genommen. Direkt reihenweise kamen sie ihren Betreuern nach dem Umziehen auf der Ausgangsseite wieder entgegen. Dass Umkleidekabinen üblicherweise eine zweite Tür haben die ins Bad führt, schien vielen nicht bewusst zu sein. Im Schwimmbad fand unser Tim im Laufe des Tages allerdings keine Entspannung, da er etwas zu schwungvoll in den Whirlpool sprang und sich dabei sein Steißbein prellte. Dies sollte ihm für die nächste Tage noch viel Spaß bereiten. Zurück im Zeltdorf bereitete die nächste Gruppe ihr Lagerdinner vor. Es gab Schinken-Nudel-Auflauf mit Salat und zum Nachtisch Quarkspeise mit Kirschen oder Mandarinen. Der Abend selber war anschließend von diversen Lagerkollern gezeichnet. Sowohl unter den Betreuern als auch unter den Kids. Es machte sich wieder einmal bemerkbar, dass das Regenwetter ständig auf die Stimmung drückte. Die geplante Talent-Show wurde kurzerhand auf Sonntagnachmittag verschoben und fast alle um 23 Uhr ins Bett geschickt. Nur die gesamte Damenhütte benötigte an diesem Abend etwas länger, da sie kurz vor der Nachtruhe unbedingt noch eine ganze Auflaufform vom Abendessen leeren musste.

 

 

22.07.2012 - Tag 8 - Spieletag

 

Der Sonntag begann wie der Samstag: Alle durften ausschlafen. Nach dem Frühstück, zu dem es Spiegelei und Bacon gab, ging die Jugendfeuerwehr hinunter zum Rannasee. Die Lagerkoller-Stimmung vom Vorabend wurde mit verschiedenen Gruppendynamischen Spielen bekämpft. So sollte die Kommunikation und der Umgang der Jugendlichen unter- und miteinander gestärkt werden. Zunächst wurden auf einer Wiese allen die Augen verbunden, ehe die blinden Jugendlichen erst zueinander finden mussten um sich anschließend nach dem Alter zu sortieren. Nach einer ersten Chaosphase klappte es dann doch irgendwann recht gut. Danach machte die Jugendwarte die gleiche Aufgabe. Das nächste Spiel war Räuber und Gendarm. Es wurde ein großer Kreis gebildet. Je zwei Kids wurden die Augen verbunden und mit einer Rasseln ausgestattet. Nun musste der Gendarm den Räuber anhand der Rasselgeräusche fangen bzw. umgekehrt der Räuber flüchten. Nach knapp drei Stunden Spielspaß ging es zurück ins Dorf. Dort wurden sämtliche Essensreste der Vortage bis aufs letzte verputzt. Gestärkt konnte dann die "Super-Talent" - Show starten. Jede Gruppe hatte etwas vorbereitet. Zu den Darbietungen gehörten eine Tanzvorstellung, die Versorgung eines Liliputaners, singende Socken, ein Zalando-Werbespot, eine Quizshow, und schließlich eine Comedyshow im Paul Panzer Stil. Weiter ging es danach mit etwas Wikinger-Schach auf dem Dorfplatz. Während einige noch spielten, bereitete die eine Gruppe bereits wieder ein Lagerdinner vor. Es gab Gulasch mit Spätzle, gemischter Salat und Mini Panncakes mit Eis und Smarties. Außerdem wurden wie im letzten Jahr T-Shirts ausgegeben, die im Freizeitpark am nächsten Tag getragen werden sollten. Nach dem Abendessen wurde flott aufgeräumt und dann gingen alle früh ins Bett, schließlich würde die Nacht recht kurz werden.

 

 

 

23.07.2012 - Tag 9 - Im Bayernpark

 

Um kurz nach 6 Uhr saßen alle Kids aufbruchfertig im Speisesaal. Beim Frühstück durften sich alle wieder Lunchpakete für Unterwegs schnüren. Gegen halb 8 ging es dann los ins gut 130 km entfernte Reisbach zum Bayernpark. Das der frühe Aufbruch Sinn machte, bekamen wir bereits nach einigen Kilometer auf der Autobahn zu spüren. Ein Unfall mit Stau auf der Autobahn inkl. einer nun nötig gewordenen Toilettenpause verlängerte die Fahrt um über 45 Minuten. Außerdem wurde Tim wieder von seinem Navi geärgert, dass ihn Abseits der Zubringerstraßen unbedingt über Feldwege und über Stock und Stein leitete. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben und glaubten irgendwo im Nirgendwo zu sein, als plötzlich zwischen den ganzen Mais- und Weizenfelder der Bayernpark auftauchte. Mittlerweile war es 10 Uhr. Schnell war der Eintritt erledigt und nun konnte der Park erobert werden. Es gab für alle Altersklassen genügend spannende Attraktionen. Die ganz mutigen fuhren mit der Achterbahn Freischütz, alle anderen vergnügten sich auf den Rodelbahnen, den Karussells oder den verschiedenen Rutschattraktionen. Da ENDLICH nach über einer Woche der Stern mit Volllast vom Himmel strahlte, waren vor allem die beiden Wasserbahnen des Parks beliebte Ziele. Die Rückfahrt gegen 17 Uhr verlief bis auf den Stau wie die Anreise. Obwohl die Autobahn bereits ausgeschildert war, schickte Tims Navi uns erneut wieder durch die Felder. Kurzerhand übernahm ein anderes Navigationsgerät die Führung und reduzierte die Anzahl der sinnlosen Kilometer. Auch die Babyblasen mussten auf der Rückreise kurz vor Passau noch mal geleert werden. Zurück im Zeltdorf brach sofort wieder Lagerkoller-Stimmung aus. Wie aus dem Nichts waren sich plötzlich viele Kids nicht mehr grün und gingen sich gegenseitig an. Auch im Park hatten sich einige Jugendliche nicht den Regeln entsprechend verhalten und sorgten nun für Unmut bei den übrigen Kids und vor allem bei den Betreuern. Entsprechende Standpauken und klärende Gruppengespräche waren deshalb nötig. Das alles verzögerte das Abendessen etwas, was heute von den Jugendwarten wieder vorbereitet wurde. Erst um 22 Uhr gab es Spinat mit Kartoffelpüree und Fischstäbchen. Zum Nachtisch wurde Tiramisu gereicht. Schließlich lagen alle um halb zwölf erschöpft in ihren Betten.

 

 

24.07.2012 - Tag 10 - Ein Tag am See (reloaded)

 

Nach dem anstrengenden Ausflug zum Bayernpark durfte heute alle mal wieder ausschlafen. Da heute der zweite Tag in Folge "Sonnenbrand"-Wetter war (warum wird das Wetter eigentlich erst gegen Ende der Reise so schön?), stand die Tagesaktivität auch ganz schnell fest: Wir gehen zum See. Zunächst bereitete aber die letzte Gruppe den Nachtisch für ihr perfektes Lagerdinner am Abend vor und einige Jugendlichen, die ihre letzte Ferienfahrt haben, holten mit Sebastian ein kleines Abschiedsgeschenk ab. Gegen Mittag waren dann aber endlich alle am See. Schnell wurde sich mit Sonnenmilch eingecremt, dann ging es auch schon los. Zunächst beendeten wir die letzten Spiele der Lagerolympiade, wobei die ersten bereits mehr oder weniger freiwillig im Wasser landeten. Schließlich stürmten alle die Fluten des Sees. Abwechslung brachte auch die Riesenrutsche. Aber am meisten Spaß machte es, sich mehrere Tretboote auszuleihen und sich dann gegenseitig auf dem See zu rammen und zu entern und die "gegnerische" Besatzung im See zu versenken. Das nahm schließlich solche Ausuferungen an, dass der Eigentümer des Bootsverleihs höchstpersönlich mit einem Boot auf den See hinausfuhr, um die Beteiligten zur Ruhe ermahnte. Anekdote am Rande: Auf jedem Boot war auch ein Betreuer, darunter sogar unser Tim, die sich die Schelle abholen durfte.

Bis spät am Nachmittag blieben wir schließlich am Strand des Rannasees und wieder einmal zeigte sich, dass die Kids die Aufforderung, sich regelmäßig einzucremen, gekonnt ignoriert hatten. Eine ganze Reihe von Sonnenbränden zeigten sich am Abend auf den Rücken einiger Kids. Zurück im Zeltdorf bereitete die letzte Gruppe ihr perfektes Lagerdinner vor. es gab Gyros mit Tzaziki, dazu Reis mit Rahmsoße und Gurkensalat. Zum Nachtisch wurden 5 Sorten selbstgemachtes Eis gereicht. Mit Einbruch der Dämmerung versammelten sich schließlich alle Jugendlichen und Betreuer rund um das letzte Lagerfeuer unsere Ferienfahrt. Wie in jedem Jahr bekam jeder die Chance, sich über die Reise zu äußern. Dabei fielen zwei Fakten besonders auf. Vielen ging es auf den Keks, dass in den letzen 2 bis 3 Tagen eine ziemlich gereizte Stimmung herrschte, wogegen aber auch von den Kids keiner etwas unternahm. Aber noch kurioser war, dass sich fast alle dafür aussprachen, im nächsten Jahr lieber wieder zelten zu gehen. Diesen Wunsch werden wir sicherlich gerne berücksichtigen. Danach wurde das Ergebnis der Lagerolympiade bekanntgegeben und Cheforganisatorin Katrin konnte alle Kids einen kleinen Preis überreichen. Schließlich hieß es Abschied nehmen. Für 5 Jugendliche war die Tour leider ihre letzte. Florian, Laurin, Christian und Nicolai werden demnächst alle 18. Celine hingegen muss die Jugendfeuerwehr Jülich wegen eines Wohnortswechsel leider verlassen. Traditionsgemäß bekamen alle 5 eine kleine Erinnerung an ihre letzte Tour. Im Gegenzug bedankten sich die 5 mit einem kleinen Geschenk für die schöne Zeit in der Jugendfeuerwehr. Ein kleiner Kochtopf mit Gravur soll immer an die Reise erinnern. Die ganze Verabschiedung brachte die Emotionen der Kids so in Bewegung, dass schließlich etwas geschah, womit nach mehreren Tage Rumgezicke und Streitereien niemand gerechnet hätte: Plötzlich lagen sich alle in den Armen und es flossen reichlich Tränen. So fand unsere Reise doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Schließlich lagen gegen Mitternacht alle in ihren Betten. Vor allem für die Fahrer sollte die Rückreise noch mal anstrengend werden.

  

 

 

25.07.2012 - Tag 11 - Der Sonne entgegen

 

Der Abreisetag begann zunächst mit Koffer packen und dem ausräumen der Wohnhäuser. Erst danach gab es Frühstück und jeder konnte sich etwas zu Essen für unterwegs mitnehmen. Dann begann die Putzaktion. Alle Häuser, die Toiletten, die Küche und der Speisesaal wurden gesäubert. Noch während wir reinigten, reisten die nächste Jugendgruppe entgegen der Hausordnung an (Anreise erst ab 15 Uhr), was beim Platzwart Max nur für Kopfschütteln sorgte. Nachdem alles sauber und sämtliches Gepäck auf Anhänger bzw. Kofferraum verladen war, ging es gegen 10.30 Uhr auf die 701 km lange Heimreise. Pünktlich zur Abreise regnete es auch schon wieder in Strömen, so dass sich alle freuten wieder nach Hause zu kommen. In der Heimat war schließlich super Wetter gemeldet und so fuhren wir tatsächlich der Sonne entgegen. Hinter Nürnberg lichteten sich die Wolken und schließlich wurde es immer und immer wärmer in den Fahrzeugen, dass auch keine Klimaanlage mehr half. Nur die geöffneten Fenster brachten etwas Kühlung. Unseren ersten kurzen Stopp der Rückreise machten wir auf dem gleichen Autohof wie auf der Hinfahrt. Dort gab es dann ein ganz glückliches Wiedersehen: Yannick hatte dort auf der Anreise seine Jacke in einem Restaurant vergessen. Diese konnte er nun wieder glücklich in Empfang nehmen, da sie netterweise dort aufbewahrt wurde. Abgesehen von einem ganz kurzen Stau  an einer Baustelle verlief die Reise zunächst weiter ereignislos. Erst eine wilde Verfolgungsjagd mit rund einem Dutzend Streifenwagen sorgte dafür, dass auch die letzten Jugendlichen, die eingeschlafen waren, wieder hellwach wurden. Schließlich erreichten wir, nach einem letzten Stopp in der Nähe von Frankfurt, gegen 19.30 Uhr die Feuerwache in Jülich. Viele Eltern und Freunde erwarten uns bereits. Mit dem auspacken der Koffer endete schließlich unsere Ferienfahrt 2012.

 

 

Kommentare  

 
#17 yannick.bodewig 2012-08-02 15:49
ferienfahrt war toll
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#16 Mam und Papp aus K. 2012-07-26 21:15
An alle Betreuer der Ferienfahrt- Alle Achtung für eure verdammt guten Nerven, sowie Geduld! Ihr habt einen sehr guten Job gemacht. Klasse!! 8)
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#15 Celine B. 2012-07-26 20:24
Es waren wirklich hammer Tagee ! (:
War die bestee zeit mit euch allen *-*
Werde euch niemals vergessen ! ._. ..

ps: Schöner Tagebuchbericht :b
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#14 Florian 2012-07-26 12:36
Danke an die Geile zeit mit euch allen ob betreuer oder Jugendkammerade n die farht war das beste was ihr mir zum Abschluss geben konntet zwar gab es Höhen und Tiefen aber wen man die ganzen Tage zusammenzählt war es zu 100% der Hammer nur zwichendurch tiefen wegen dem Wetter oder das zusammenleben auf kleinsten quadratmeter in den Ferienhäuser , aber das beste war immer die Tagestouren wo man dan wieder sehen konnte das ein kleiner streit nicht viel bringt. Wenn man dan mal hilfe brauchte ( Leute zum Reden ) konnte man sich dan wieder auf jeden einzelden verlassen
Mein entschluss steht fest das wir uns alle wiedersehen werden die Zeit mit euch war der hammer

Leider musste uns sogar eine kollegin verlassen die umgezogen is. Daher möchte ich mich auch sehr besonders bei ihr für die schöne zeit bedanken

Die Abschlussleute : Celine B. ; Nicolai J. ; Laurin K. ; Christian c. ; und Icke Florian v B.,


Der abschluss abend war für allen schwer es gab fast keinen der nich ge.... Hat , aber ich denke wen man solange zusammen viel Spaß und scheiße zusammen hatte sollte man das auch zum ausdruck bringen ich bin sehr traurig das die Jugendfeuerwehr für mich schon zu ende ist.

ZU Guter letzt habe ich sogar noch einen Wunsch an die Betreuer zu äusern
es wird ja wie jedes jahr einn Jahresabschluss geben oder Diw weihnachtsfeier ich wünsche mir das alle der Abgänger die dieses jahr gehen mussten durch umzug oder zurch das alter , ich wünsche mir das die 5 Leute ein wiedersehen an diesem abend haben also heist es ladet bitte die 5 leute ein




In lieben Grüßen Florian v B.
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#13 Merlins 2012-07-26 11:41
Es war mal wieder hammergeil :)
auch wenn zelten viel besser ist.. so ein bisschen am ***** der Welt chillen is doch auch toll :b
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#12 Elke Kemper 2012-07-26 06:41
Vielen Dank an alle, die unseren Kindern diese wunderschöne Fahrt ermöglicht haben. Kompliment auch an Stefan für diese tollen Tagesberichte. :-)
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#11 Vater aus K. 2012-07-24 12:11
Hier einmal ein großes Lob an alle Betreuer,
die einen Teil ihres Jahresurlaubs opfern, um den Nachwuchskräfte n der Feuerwehr eine schöne Ferienfahrt zu ermöglichen. So etwas ist in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständl ich. Alle Achtung!
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#10 Mam und Papp aus K 2012-07-21 18:13
zitiere Tim Freialdenhoven:
zitiere Mam und Papp aus K:
un wie is der jung vom tisch jefallen :-)


Die eigene Arm-Körper-Koordination hat in diesem Fall etwas versagt...


hm, und dabei is der gar nich aus B. :D oder vllt doch........
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#9 Tim Freialdenhoven 2012-07-21 17:40
zitiere Mam und Papp aus K:
un wie is der jung vom tisch jefallen :-)


Die eigene Arm-Körper-Koordination hat in diesem Fall etwas versagt...
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#8 Schiffer 2012-07-20 19:02
Wie wir sehen können, habt ihr wieder so viel Spaß wie in den vergangenen Jahren :D! Weiterhin noch viel Spaß und ganz ganz viel Sonne. Liebe Grüße vom Rest der Schiffer ;-)
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© 2010 Jugendfeuerwehr Jülich