Nächstes Event

Kleiderkammer

08.05.2018 - 17:00

Noch

Statistik

215433
TodayToday59
YeserdayYeserday91
This WeekThis Week150
This MonthThis Month2049
54.80.115.140
US
US
Tagebuch Ferienfahrt Hauenstein PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Spohr   
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 21:03 Uhr

 

Ferienzeit bedeutet für die Jugendfeuerwehr Jülich auch 2010 erneut: Sommerausflug. Ziel in diesem Jahr war der Zeltplatz im rheinland-pfälzischen Hauenstein. Gegenüber dem letzten Sommerzeltlager in Almke steigerten wir uns um einem weiteren Tag auf nun insgesamt 12 Zelttage, so dass wir vom 16. - 27.07. unterwegs waren.

 

 


Vorbereitung: Erster Lagerkoller noch vor der Abreise

 

 

Dank unseres Zeltanhängers fielen die Vorbereitungs- und Ladearbeiten recht kurz aus. So wurde neben unserem Anhänger nur noch die Ladekapazität des GW-N benötigt. Allerdings verlief das Aufladen nicht ohne den ersten Lagerkoller. Nachdem Tim eine „fettverseuchte“ und nicht gereinigte Lampe auf dem Anhänger fand (ein Relikt vom Kreiszeltlager), feuerte er die Lampe einmal quer über den Hof in die Waschhalle. Danach ging es ihm auch sofort viel besser und er entspannte sich schlagartig. Nur die Lampe hat diesen Freiflug nicht überlebt. Nachdem am Donnerstagabend dann alle Fahrzeuge einsatzbereit auf dem Hof standen (ein Mietfahrzeug allerdings erst im zweiten Anlauf) stand unserem Start nichts mehr im Wege.

 

 

16.07. - Tag 1: Babyblasen und Birthdaysteak

 

Endlich ging es los. Allerdings verlief die Anreise recht unspektakulär und langweilig. Lediglich Michaels Besatzung sorgte mit ihren schwachen Blasen für etwas Chaos in der Kolonnenfahrt und Alois verpasste beinahe die Halbzeitpause, weil auch er dringend ein Bedürfnis hatte. So schafften wir es, bereits nach gut 4 1/2 Stunden unseren Zielort bei strahlendem Sonnenschein zu erreichen. Die folgende Nachmittagshitze machte das Aufbauen der Zelte allerdings nicht viel leichter. Trotzdem war alles zügig aufgebaut, die Küche in Betrieb genommen und der Zeltplatz erkundet. Das Abendessen hielt für Stefan eine kleine Überraschung bereit. Da er wieder einmal seinen Geburtstag beim Ausflug der Jugendfeuerwehr erlebte, bekam er anstelle der Suppe ein liebevoll zubereitetes Steak. Und auch Tim blieb nicht unbelohnt. Als fleißige „Küchenfee“ bekam er sofort zu Beginn der Reise von seinem Chaos-Team eine passende Schürze überreicht. Aber auch Stefan sollte nicht leer ausgehen, ihm überreichte das Chaos-Team eine liebevoll verpackte „Süßigkeitenflasche“.

 

 

17.07. - Tag 2: Regenmorgen und Zuwachs aus dem Kreisgebiet

 

An diesem Morgen ging es für einige Jugendliche und 2 Jugendwarte früh mit einer Joggingtour los. Kurz nach dem wieder alle auf dem Zeltplatz angekommen waren, folgte ein Gewitter. Trotz Blitz und Donner ließ sich niemand die gute Laune nehmen. Während eines reichhaltigen Frühstücks änderte sich das Wetter rasch und bald sah es am Himmel wieder besser aus. Der Nachmittag wurde mit verschiedenen Gemeinschaftsspielen überbrückt. „Capture the Flag“, welches nach einigen Startschwierigkeiten richtig spannend wurde, machte den Anfang. Es folgten Brennball und verschieden gruppendynamische Spiele. In der wohlverdienten Spielpause trafen unsere Kameraden aus dem Kreisgebiet von den Jugendfeuerwehren aus Echtz und Gürzenich ein. Diese hatten ebenfalls ein Plätzchen auf dem Zeltplatz Hauenstein reserviert. Sie würden uns eine Woche lang Gesellschaft leisten, ehe sie wieder abreisen und wir noch weitere 4 Tage bleiben. Am Abend gab es dann endlich das Essen, was im letzten Jahr leider ausfallen musste: Spinat mit Kartoffelpüree und Fischstäbchen sorgten für zufriedene Gesichter. Allerdings verlief die Zubereitung nicht ganz ohne Zwischenfälle. J. P. aus B. wollte den Spinat auf den Kochplatten erhitzen. Zitat J. P.: „Lass mich, ich kann das!“ Dank eines Gaslecks in der Kochplatte setzte J. P. aus B. die Platte und den Tisch aber in Brand. Weiteres Zitat: „… Oh, es brennt!“ Nur durch einen beherzten Eingriff von Küchenchef Tim konnte größerer Schaden verhindert werden. Immerhin: endlich mal etwas Spannung beim Zeltlager. Der Rest des Abends verlief dann zum Glück wieder relativ ruhig.

 

 

18.07. - Tag 3: Frostbeulen und Freibad

 

Was für eine Nacht: Tagsüber Tropenhitze, dafür nachts Temperaturen um 10 Grad. Es soll ja auch Menschen geben, die Muskelkater vom Zittern bekommen. Nach dem chaotischen und teilweise spektakulären Tag gestern blieb es heute glücklicherweise sehr ruhig. Und wie sonntags üblich begann der Tag mit Ausschlafen und einem Brunch, der keine Wünsche offen ließ. Da nun auch wieder die Sonne rauskam, war die Aktion für den Tag schnell geklärt: Ab ins Freibad. So ging es in den Mittagsstunden zu Fuß los, durch den Wald, zum Hauensteiner Wasgaubad. Dort konnte ausführlich getobt, gerutscht und gesprungen werden. Wer dem kühlen Nass entkommen wollte, der suchte sich einen bequemen Platz auf der Sonnenwiese oder spielte Volleyball. Mit Sonnencreme eincremen war an diesem Nachmittag noch die anstrengendste Aufgabe, aber sie wurde, zumindest von den Kids, erfolgreich gemeistert. Nachdem wir den ganzen Tag im Schwimmbad verbracht hatten, gab es am Abend einen gemütlichen Grillabend mit Kotelett, Würstchen und, nach einem Unfall von Katrin, eine gesalzene Tzazikisoße. Der Tag endete mit einer Aktion der Pfadfinder, die ebenfalls auf dem Zeltplatz campierten: Sie luden alle übrigen zeltenden Gruppen zu einer großen Massenmassage ein. Daran nahmen natürlich auch die Jugendfeuerwehrgruppen aus dem Kreis Düren teil.

 

 

19.07. - Tag 4: Aquarium und Stadtbummel

 

Heute sollte es nach Speyer ins Sea-Life gehen. Planung: gut, Ausführung: mangelhaft. Den angegebenen Termin konnten wir dank eines Zeckenbisses und eines anschließenden Arztbesuchs nicht einhalten. Und wieder mal zeigte sich: Ein Zeltlager ohne Arzt- oder Krankenhausbesuche wäre keine richtige JF-Jülich-Sommertour. Allerdings war es kein Problem, im Aquarium doch noch eine kurze Einführung zu bekommen. Auch während unseres Streifzuges durch die verschiedenen Showbecken standen die Mitarbeiter immer wieder für Fragen zur Verfügung und konnten mit spannendem Wissen aus der Wasserwelt auftrumpfen. Und da wir einmal in Speyer waren, nutzten wir den Rest des Nachmittags für einen ausführlichen Stadtbummel. So nutzten die Jugendwarte die Möglichkeit, den Dom zu besichtigen, notwendige Kleinigkeiten zu besorgen und schließlich noch ein Eis zu essen. Bei den Kids fiel der Stadtbummel eher bunt aus. Die weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder tendierten eindeutig zum Power-Schoppen und kamen mit diversen, gefüllten Einkauftüten zurück. Die männlichen Teilnehmer bevorzugten eher die Döner-Bude oder Spielwarenabteilungen der Kaufhäuser. Zurück auf dem Zeltplatz wurde die Zeit bis zum Abendessen mit einer erneuten Partie „Capture the Flag“ vertrieben. Schließlich bat das Küchenteam am Abend zu Nudeln mit „Hackfleischsoße ala Timmbo“. Dass die Kids aber auch andere Dinge in Speyer einkauften, bekamen Tim, Stefan, Alois und Tobias bei Einbruch der Nacht zu sehen: Während Tim und Stefan mit einer Flasche Bier bedacht wurden, bekamen Alois und Tobias je eine dicke Zigarre angemacht… alles natürlich aus feinster Schokolade.

 

 

20.07. - Tag 5: Teufelstisch und Mini-Playback-Show

 

Nach dem üblichen, ausführlichen Frühstück ging es bei subtropischen Temperaturen zum Teufelstisch, einer Felsformation mit angrenzendem Abenteuerspielplatz. Neben den Standardspielgeräten lockte hier ganz besonders die ca. 50m lange Riesenrutsche, die mitten in den Hang integriert wurde. Außerdem wurde die Liste der Sportarten, die nicht Jugendfeuerwehrtauglich sind, um Minigolf erweitert. Direkt zwei Kids meinten bei diesem eigentlich ruhigen Spiel die Vorräte unseres Rettungsrucksackes zu strapazieren. Auch die Wanderwütigen kamen endlich auf ihre Kosten indem sie über einige Wege bis hoch zum Teufelsfelsen wandern durften. Kurz vor der „Heimreise“ schaffte es Tim dann auch noch, Michaels ersten „echten“ Lagerkoller zu verursachen. Zurück auf dem Zeltplatz und nach einer Frustzigarette war dann aber auch schon wieder alles vergessen. Während die Küchencrew das Abendessen vorbereitete, Schnitzel mit Reis und buntem Gemüse, organisierte Katrin „Mareike Amado“ Radmacher die Mini-Playback-Show. Einige Kids nutzten auch die Wasserrutschbahn der Dürener Kameraden um sich zu erfrischen. Nach dem Essen startete die Show dann mit einem Geburtstagständchen für Robin. Im Anschluss folgten eine ganze Menge Gesangsbeiträge und zur Erheiterung aller Teilnehmer parodierten einige Jugendliche äußerst gekonnt ihre Jugendwarte. Die Show ging anschließend nonstop in eine Lagerdisco über. Gemeinsam wurde gesungen, gesprungen, getanzt und natürlich auch eine Polonaise quer über den Zeltplatz veranstaltet. Achim betätigte sich bei all dem Trubel als menschlicher Mückenfänger und lies sich beim Filmen den ganzen Kopf zerstechen.

 

 

21.07. - Tag 6: Freibad und Pfannekuchen

 

 

Nach einem langen Partyabend begann unser 6. Tag mit Ausschlafen. Bis um 9 Uhr lagen alle erschöpft in ihren Betten. Doch wer sich auf einen entspannten Morgen mit einem schönen Frühstück vorbereitet hatte, der wurde enttäuscht. Diverse Verstöße gegen die Lagerordnung führten zunächst zu einer ausführlichen Strafpredigt. Schließlich „stellten“ sich aber alle Kids, die etwas verbockt hatten und bekamen ordentlich den „Kopf gewaschen“. Nach diesem Zwischenfall konnte endlich gefrühstückt werden und bei erneut sehr heißen Temperaturen wurde zum zweiten Mal das Freibad in Hauenstein besucht. Der Sprung ins kühle Nass war ähnlich angenehm wie beim letzten Mal und spornte die Kids zu Höchstleistungen an. Die Krönung war schließlich ein Stunt-Spektakel der besonderen Art. Gleich 3 Kids und Tobias bauten einen Vierer-Turm im Wasser auf, indem sie sich gegenseitig auf die Schulter nahmen. Als wir am späten Nachmittag das Bad wieder verließen, erwischten wir genau den richtigen Zeitpunkt. Ein kleiner Regenschauer, der erste seit Samstag, brachte etwas Abkühlung genau in dem Moment, wo wir wieder unsere Zelte erreichten. Das Abendessen war anschließend in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes. Einerseits gab es Pfannkuchen mit Obst, die bei den Kids großen Absatz fanden (Es sollen welche dabei gewesen sein, die 12 Stück verdrückten), andererseits gab es wieder mal einen Geburtstag zu feiern. Diesmal war es Juliane, die mit einem Geburtstagständchen bedacht wurde. Damit war der Abend aber auch schon gelaufen. Da wir am nächsten Tag nach Rust zum Europapark fahren wollten und entsprechend früh aufstehen mussten, wurde bereits um 22 Uhr Bettruhe befohlen, was auch tadellos funktionierte.

 

 

22.07. - Tag 7: Europapark und Hamburger

 

Wie geplant begann der Tag um kurz nach 5 Uhr. Schnell wurde gepackt und vorbereitet, so dass wir um 6 Uhr frühstücken konnten und schließlich gegen 7 Uhr in Richtung Europapark aufbrachen. Nach diversen Baustellen und knapp 2 Stunden Fahrt, erreichten wir pünktlich zur Parkeröffnung um 9 Uhr unser Ziel. Sofort wurden die Attraktionen, vor allem die großen Achterbahnen „Silver Star“ und „Blue Fire“ ausprobiert, bis kurz vor Mittag Regen einsetzte. Dies hielt allerdings niemanden davon ab, auch weiterhin seinen Spaß zu haben. Und wo man schon einmal nass war, wurden dann eben alle Wasserbahnen ausprobiert. Im Laufe des Tages besserte sich das Wetter zum Glück wieder, so dass gegen 18 Uhr, beim Verlassen des Parkes, nur zufriedene Gesichter zu sehen waren. Dass der Tag anstrengend war, zeigte sich sowohl dadurch, dass viele Kids auf der Rückfahrt einschliefen, aber auch vergaßen vor Abfahrt nochmals „Wasser zu lassen“. So mussten zwei ungeplante Stopps eingelegt werden, davon einer wegen höchster Not auf der Bundesstraße kurz vor Hauenstein. Schließlich erreichten wir um halb neun wieder den Zeltplatz. Dort erwartete uns schon Besuch aus der Heimat. Simone und Yvonne wollten unbedingt ihre Nerven testen und würden versuchen, es bis Sonntag mit uns auszuhalten. Zum Abendessen gab es dann Hamburger, die nach eigenen Wünschen belegt werden konnten. Dazu gab es diverse Salate und Beilagen, sowie zum Nachtisch Quarkspeise mit Kirschen.

 

 

23.07. - Tag 8: Schwimmbad und Krankenhaus

 

Nach dem anstrengenden Tag im Europapark, war erst einmal Ausschlafen angesagt. Beim Frühstück zeigte sich nun allerdings, dass die Kids doch etwas ausgehungert waren. Nicht nur alle Brötchen wurden gegessen, auch Müsli und Cornflakes sowie Wasser- und Honigmelone wurden komplett „vernichtet“. Da es, wie schon gestern, wettermäßig nicht wirklich schön war, wurde als Tagesziel das Freizeitbad „LaOla“ in Landau ausgewählt, wo Spaß und Entspannung auf dem Programm stehen sollten. Doch zum Relaxen kam wie immer niemand, denn rutschen, vom Sprungbrett springen und im Wasser toben hielten alle auf Trapp. Und dann war es endlich soweit: der erste Krankenhausbesuch wurde fällig. Melanies Nase fing nach einem Zusammenstoß an zu bluten und nahm langsam die Form einer Knolle an. Alle Befürchtungen konnten allerdings nach einer Röntgenaufnahme entkräftet werden. Und so ging es anschließend in einer Berg- und Talfahrt zurück zum Zeltplatz. Fraglich blieb allerdings, warum das Navigationsgerät für Hin- und Rückfahrt unterschiedliche Routen vorschlug. Nach einem reichlichen Abendessen mit Geschnetzeltem, Spätzle und Gemüse konnte endlich ein größeres Lagerfeuer angezündet werden. An diesem wurden sich dann bis um Mitternacht versammelt, ehe die Bettruhe angetreten wurde.

 

 

24.07. - Tag 9: Stockbrot und Denksport

 

Nachdem es in der zweiten Nachthälfte aus allen Kübeln gegossen hatte, zeigte sich pünktlich zum Frühstück wieder die Sonne. Während wir die erste Mahlzeit des Tages einnahmen, verabschiedeten sich auch gleichzeitig die Kameraden aus Düren, die nur eine Woche Aufenthalt eingeplant hatten. Tagesziel für diesen Samstag war das Dynamikum in Pirmasens. Hier konnten spielerisch Experimente durchgeführt werden, die nicht nur Spaß machten, sondern auch einiges an Köpfchen forderten. Über drei Stunden brüteten nicht nur die Kids, sondern auch die Jugendwarte an diversen Herausforderungen oder ließen sich von den Mitarbeitern leiten, um die verschiedenen Aufgaben zu lösen. Nach diesem Besuch ging es anschließend nochmal in die Innenstadt. Hier kauften die Jugendwarte für die Jugendlichen, die ihre letzte Tour hatten, noch schnell einige Abschiedserinnerungen ein. Allerdings fiel der Stadtbummel eher kurz aus, da in Pirmasens um 16 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt wurden. Also: Zurück zum Zeltplatz. Allerdings mal wieder so, wie so häufig in dieser Gegend, über eine der vielen Umleitungen. Da wir nun mehr Zeit für eine ausführliche Abend- und Nachmittagsbeschäftigung hatten, wurde mal wieder mit allen Kids Brennball und „Capture the Flag“ gespielt. Währenddessen wurde in der Küche neben dem Abendessen, Frikadellen mit Kartoffeln und Gemüse, auch Stockbrotteig vorbereitet. Hier zeigte sich auch endlich mal der Vorteil, einen Bäckersohn in den Reihen zu haben. Stefan sorgte dafür, dass der Teig schnell geknetet war und nach dem Gären auch flott in Portionen geteilt und ausgerollt wurde. So konnte später an der Glut des abendlichen Lagerfeuers Stockbrot an selbstgeschnitzten Grillstöcken gebacken werden, was den Kids ungeheuer viel Spaß machte und deshalb die Nachttruhe mehrmals nach hinten rausgeschoben wurde. Um kurz nach Mitternacht war dann allerdings auch für die letzten Schluss und alle bereiteten sich auf eine eiskalte Nacht vor.

 


25.07. - Tag 10: Freizeitbad und Cocktail-Party

 

Wie schon am letzten Sonntag wurde diesmal wieder ausgeschlafen, nur um anschließend ausgiebig und lange zu brunchen. Danach verabschiedeten sich auch unsere Wochenendgäste. Da das Wetter immer noch wechselhaft war, beschlossen wir erneut ein Freizeitbad aufzusuchen. Dieses Mal ging es allerdings ins Felsenland Badeparadies nach Dahn, wo wir erneut die Schwimmbecken und die Riesenrutsche unsicher machten. Tobias nahm das mit dem unsicher machen allerdings etwas zu genau. Ein lauter metallischer Knall schreckte alle Badbesucher hoch. Kurz danach tauchte Tobias auch wieder aus dem Wasser auf und hielt sich schmerzhaft seinen Hinterkopf. Das ist nun mal das Ergebnis eines Versuchs, die Metallrutsche im Stehen zu bewältigen, was allerdings mit einem Ausrutscher und bereits erwähntem Knall endete. Die Sorge des Badepersonals blieb allerdings unbegründet. Außer einer dicken Beule blieb kein Schaden zurück. Bis zum späten Nachmittag tobten wir uns im Bad erneut aus, ehe es zurück zum Zeltplatz nach Hauenstein ging. Während das Küchenteam dort den zweiten Grillabend vorbereitete, nutzen die Kids die freie Zeit um zur Abwechslung mal Fußball zu spielen. Da neben den Dürenern auch alle übrigen Gruppen abgereist waren, konnten wir nun als letzte verbliebene Gruppe den vollen Platz nutzen. Auch nach dem Essen wurde weiter Fußball gespielt, Musik gehört und sich am Lagerfeuer versammelt. Als besonderes Highlight gab es an diesem Abend alkoholfreie Cocktails. So endete der Abend entspannt am Lagerfeuer, wo gemeinsam fröhlich bis zur Nachtruhe zusammen gesungen wurde.

 


26.07. - Tag 11: Technik-Museum und Feed-Back-Runde

 

Unser letzter Tag brach recht früh an. Als alle um 8 Uhr aufstanden, hatte das Küchenteam bereits das Frühstück vorbereitet (und das ohne helfende Hand eines Jugendwartes). So konnte nach der gemeinsamen Essensaufnahme bereits vormittags unser Tagesziel in Speyer angesteuert werden: Das Technik-Museum. Über 4 Stunden lang streifte die Jugendfeuerwehr Jülich durch das Museum. Besondere Highlights waren die ausgestellten Flugzeuge, die von innen besichtigt werden konnten. Allen voran war dies ein Jumbo-Jet, der hoch über dem Museum thronte. Ein weiteres Ausstellungsstück war die Raumfähre Buran, das russische Gegenstück zum amerikanischen Space-Shuttle, welche allerdings nur einmal ins All flog. Ferner konnten Dampflokomotiven und ein Jagd U-Boot von innen erkundet werden. Dazu kamen Ausstellungen von Oldtimern, Motorrädern, Feuerwehrfahrzeugen aus Deutschland und den USA, sowie ein Marine- und Modellbaumuseum. Auch die jüngsten Kids hatten auf den Riesenrutschen ihren Spaß, die aus den Flugzeugen heraus führten. Die Rückfahrt nach Hauenstein wurde erneut zu einer abenteuerlichen Reise. Da die freundliche Stimme im Navi des Führungsfahrzeuges leider keine Chance gegen die Musik im Partybus hatte, fuhr die gesamte Kolonne an der korrekten Abfahrt vorbei. Irgendwann erreichten wir dann aber doch zum letzten Mal unsere „Heimat“. Auf dem Zeltplatz fiel allerdings die Idee, schon die ersten Zelte für die Rückreise abzubauen, buchstäblich ins Wasser. So wurde nach dem Abendessen eben damit begonnen, alles mögliche bereits reisefertig zu machen und zu verpacken. Dies hielt die gesamte Truppe allerdings bis spät am Abend auf Trapp und zerrte an so einigen Nerven. Als man sich dann aber gegen 23 Uhr zum erneuten Stockbrot backen am Lagerfeuer versammelte, waren alle wieder glücklich. Es folgte nun eine kleine Tradition, mit der jedes Zeltlager der Jugendfeuerwehr Jülich mittlerweile endet: die Feed-Back-Runde. Jeder Teilnehmer sagt kurz, was ihm oder ihr gefallen beziehungsweise missfallen hat. Kritische Töne waren dabei aber eher Mangelware. Und zum guten Schluss bekamen die Kids, die ihre letzte Tour, vor der Übernahme in die aktive Wehr, erlebten, noch eine kleine Erinnerung geschenkt. So durften sich Annika, Max, Marcel und Florian über je ein dekoratives T-Shirt freuen. Zusätzlich bekam Annika als fleißige Küchenscha(r)be noch ein besonderes Dankeschön. So endete die Nacht, viel zu spät, erst um halb zwei in der Früh.

 


27.07. - Tag 12: Rückreise und Schlingertour

 

Der letzte Tag begann recht spät. Da am Abend zuvor schon viel zusammengepackt wurde, konnte das Aufräumen recht entspannt angegangen werden. Nach einem „Katzenfrühstück“ in der Grillhütte wurde zunächst das gesamte Gepäck und Material verladen, ehe ein Zelt nach dem anderen abgebaut wurde und ein Plätzchen im Anhänger der Jugendfeuerwehr fand. Schließlich hieß es um kurz nach 12 Uhr: „Auf Wiedersehen!“ Und das natürlich in guter Feuerwehrmanier mit „Fackeln und Musik“. Die Rückreise in der Kolonne verlief bei rund 90 km/h zunächst recht langweilig und so schlief ein Großteil der Kids auch schnell im Fahrzeug ein. Nur Kolonnenführer Tim sorgte für etwas Aufregung. Hinter Koblenz versuchte sein Anhänger das Mannschaftstransportfahrzeug zu überholen  und das Gespann geriet etwas ins Schlingern. Geschicktes Gegenlenken verhinderte aber Schlimmeres. Zurück in Jülich wurden dann alle Kids gegen 17 Uhr von ihren Eltern oder Freunden in Empfang genommen und schließlich freuten die meisten sich dann doch auf eine Dusche und eine lange, entspannte Nacht im eigenen Bett.

 


Nachbearbeitung: Und wieder das Welldorf-Syndrom


Mit Ende des Zeltlagers hört die Arbeit aber noch nicht auf. Schon einen Tag nach unserer Rückkehr trafen sich einige Jugendwarte und Jugendliche auf der Wache, um Materialien zurück zu den Löschgruppen zu bringen bzw. wieder in den Jugendfeuerwehrraum im Keller der Feuerwache zu räumen. Auch die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht und sollten zurück zu ihren Löschgruppen. Dies gelang aber nicht überall, denn das Welldorf-Syndrom schlug wieder zu. Diesmal erwischte es Michael, der gerade mit dem Selgersdorfer MTF auf dem Weg zum Tanken war, als Rauch aus dem Motorraum Ungutes vermuten ließ. Eine Hydraulikleitung war defekt und das austretende Öl verursachte beim Verbrennen den Rauch. Nach einer ordentlichen Ladung Öl ging es dann sofort ab zur Werkstatt. Von dort kam allerdings die Nachricht, dass sich eine Reparatur kaum lohnen würde, was einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich käme. Die restliche Nachbereitung beschränkte sich dann nur noch aufs Schrubben des Küchenzeltes, Entsorgung des Leergutes und wieder Aufräumen im Keller. Diese Arbeiten verliefen zum Glück unfallfrei und recht zügig. Damit nahm unsere Sommertour nun auch ihr entgültiges Ende.

 

Bilder von unserer Fahrt findet ihr in unserer Bildergalerie.

 

 

Kommentare  

 
#12 Merlin Knaps 2010-08-10 12:49
will nochmal nach hauenstein:(

gut geschrieben steffi;)
Zitieren
 
 
#11 Jenna S. 2010-08-05 18:36
wirklich sehr gut gemacht steffi
ich freu mich schon auf die nächste fahrt ;-) :lol:
Zitieren
 
 
#10 Uli Schernewski 2010-08-05 17:10
klasse Seite, gute Texte, vor allem oft sehr zeitnah und aktuell. War z.B. witzig, fast am gleichen Tag des Geschens von J. P. aus B. zu lesen.

Von der Jugendfeuerwehr -Seite kann sich Jülich so manches Scheibchen abscneiden.

Weiter so !!!!!
Zitieren
 
 
#9 Stefan Spohr 2010-07-29 18:33
zitiere Annika Ingenhaag:
ja steffi, da fehlt noch was....
Der Selgersdorfer MTF ist wirtrschaftlich "am Arsch"... :-D


ist ergänzt...
Zitieren
 
 
#8 Annika Ingenhaag 2010-07-29 18:03
ja steffi, da fehlt noch was....
Der Selgersdorfer MTF ist wirtrschaftlich "am Arsch"... :-D
Zitieren
 
 
#7 Laura Reisinger 2010-07-29 10:23
hachjaa,das war eine wirklich tolle fahrt
und ja steffi,das hast du hier sehr schön gemacht ^^
es gibt alles wieder was wir gemacht haben ;)
Zitieren
 
 
#6 Nicolai Jansen 2010-07-29 09:58
Geile Fahrt und wir haben ja auch ein neues Jugendwarte PAAR T.P. und KKK :D:D :lol:
nur schade das uns 4 verlassen
Zitieren
 
 
#5 Judith Pitz 2010-07-29 09:14
Wenn ich nicht dabei gewesen wäre könnte ich mir das alles gut bildlich vorstellen!^^
Ich gebe Annika recht
gut gemacht steffi!!:D
Zitieren
 
 
#4 Michelleee 2010-07-29 07:59
Genau so wie wir es erlebt haben!!!! :-)

Aber jetzt wo ich wieder zuhause bin möchte ich am liebsten gleich wieder weg! :oops:
Zitieren
 
 
#3 Stefan Spohr 2010-07-28 19:40
zitiere Annika Ingenhaag:
zitiere Annika Ingenhaag:
gut verfasst ;-)
freu mich auf den rest des tagebuches, fehlt ja noch was :-D

gut gemacht steffi ;-)


ich habe mir Mühe gegeben.... Und es wird noch immer dran gearbeitet :lol:
Zitieren
 
 
© 2010 Jugendfeuerwehr Jülich